Gaugl & Bartunek (Liste G!lt): „Erwarten gar nichts“ . Der ehemalige Kabarettist Roland Düringer steht dieses Mal auch auf der Liste bei der Nationalratswahl. Stefanie Gaugl und Florian Bartunek treten für seine Liste in der Region an.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 30. September 2017 (05:00)
Florian Bartunek aus Scheibbs tritt ebenfalls für Düringers Liste an.
privat

Für Roland Düringers Liste G!lt steigen auch zwei Kandidaten aus der Region in den Polit-Ring. Stefanie Gaugl aus Schönbühel und Florian Bartunek aus Scheibbs treten für den Regionalwahlkreis 3C am 15. Oktober an.

"Will an Veränderung mitwirken"

Der Weg zur Liste G!lt war für Gaugl klar: „Diese Bewegung steht für mich für Offenheit und gelebte Meinungsfreiheit. Es gibt keinerlei Parteizwang.“ Die Kandidatin kann sich mit der Philosophie der Partei definieren. „Ich bin eine Person, die nicht einfach alles so als gegeben hinnimmt. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mich für die Idee von G!LT einzusetzen. Ob ich jetzt auf einer Wahlliste stehe oder nicht, war und ist für mich daher nebensächlich“, resümiert Gaugl.

Bartunek sieht das ähnlich. Er hat bei der letzten Nationalratswahl ungültig gewählt, jetzt tritt er selbst für den Regionalwahlkreis an: „Ich bin unzufrieden und enttäuscht von unserem derzeitigen System. Es ändert sich nichts. Ich will an einer möglichen Veränderung mitwirken.“

„Wenn wir die vier Prozent schaffen, wäre das toll. Mir geht es eher darum zu zeigen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt als die festgefahrene Polit-Schiene.“Stefanie Gaugl

Auf die Frage, was sich die zwei von der Wahl erwarten, antworteten beide: „Gar nichts.“ Ein definiertes Ziel gibt es für Gaugl nicht: „Wenn wir die vier Prozent schaffen, wäre das toll. Mir geht es eher darum zu zeigen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt als die festgefahrene Polit-Schiene.“

Stefanie Gaugl aus Schönbühel steht auf der Liste G!lt bei der Nationalratswahl am 15. Oktober.
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Der Kabarettist Roland Düringer rief das Politik-Projekt der Liste G!lt ins Leben. Mit dem Slogan „Wir sollten die Anliegen der Parteien endlich nicht mehr Ernst nehmen!“ versucht er mit der Bewegung, ein Zeichen gegen das bisherige System zu setzen. Er will vor allem eine Möglichkeit für jene Wähler sein, die in den vorigen Wahlen ungültig gestimmt haben – und so diese Meinung doch geltend machen.

Im offiziellen Konzept beschreibt Düringer sein Vorhaben: die offene Demokratie . Engagierte Bürger haben so die Möglichkeit, Themen ins Parlament zu tragen. Somit entscheiden nicht Politiker, sondern Bürgerparlamente.