Schüler gingen für Klima auf die Straße. Erstmals streikten Jugendliche im Zuge der „Fridays for future“. Im Netz gab es dafür Kritik.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:15)
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Pauline Schauer und Annamaria Gerlich beim Klima-Streik in Melk.

Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg macht es vor, Jugendliche auf der ganzen Welt tun es ihr gleich. Um auf die Konsequenzen des Klimawandels aufmerksam zu machen, gehen sie freitags im Zuge der „Fridays for future“-Bewegung auf die Straße. Hunderte Jugendliche mit bunten Plakaten und einer Botschaft marschierten vergangenen Freitag erstmals auch durch Melk.

Bevor die jungen Aktivisten losmarschierten, absolvierten sie den Klimaschutzaktions-Tag im Stiftsgymnasium. Dabei erarbeiteten sie Projekte und

regionale Firmen wie „Gerdas Biokistl“ referierten. „Toll, dass wir das im Rahmen des Unterrichts machen“, meint Pauline Schauer. Die 15-jährige Persenbeugerin und Annamaria Gerlich (auch 15) aus Leiben nahmen vergangenen Freitag das erste Mal an einer Demo teil. „Es ist inspirierend, welche Energie da mitschwingt.“

 Wiener Aktivisten protestierten mit

 Dass die Jugend gegen die Klimakrise aktiv wird, gefällt aber nicht jedem. Während Schulleiter Anton Eder, Abt Georg Wilfinger und Vertreter der Politik den Melker Klimastreik gutheißen, tippt so manch Facebook-User gar Beschimpfungen unter die Fotos. Besser wäre, sie würden lernen, anstatt zu protestieren – schließlich wüssten sie ja gar nicht, worum es eigentlich geht.

„Niemand ist zu klein, um eine Veränderung zu bewirken“, argumentierte Veronika Winter von der Wiener „Fridays for future“-Bewegung bei ihrer Ansprache. Und hunderte Jugendliche stimmten mit ein: „Es geht um unsere Zukunft!“

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