Melk

Erstellt am 06. November 2018, 04:40

von Denise Schweiger

Stadt ohne Party-Potenzial?. Ex-Grüner Pruzina kritisiert „Shuttle Buzz“-Konzept: Hiesige Jugend sollte in Melk feiern. Dafür fehle aber das Angebot – Shuttle-Verantwortliche sehen das anders.

Der „Shuttle Buzz“ bringt Jugendliche zu Party-Events.  |  Steyrer

Seit Ende Oktober bringt der „Shuttle Buzz“ Nachtschwärmer aus den Gemeinden Melk, Schollach, Loosdorf, Dunkelsteinerwald, Schönbühel-Aggsbach und Emmersdorf zu diversen Party-Events im Bezirk und zum Ybbser „Bermuda-Dreieck“.

Eine Aktion, die bei der Jugend im Bezirk gut ankommt – Melks Ex-Grünen-Gemeinderat Peter Pruzina steht der Initiative allerdings kritisch gegenüber. Die Jugend sollte nämlich, wenn es nach ihm geht, im Ort feiern. „So sehr diese Initiative zu begrüßen ist, so sehr muss man sie hinterfragen. Sie entzieht der hiesigen Gastronomie junge Kundschaft. Es gibt sowieso nur ein paar Lokale, die Jugendliche von 16 bis 25 Jahren ansprechen“, ortet Pruzina mangelndes Angebot für diese Altersschicht. Events wie die „Public Night“ oder das „Error“ einmal im Jahr sind für den Ex-Grünen zu wenig.

Laut Pruzina fehlt ein Tanzlokal in Melk

„Für die Touristen wird so viel gemacht, warum also nicht für die Jugendlichen?“, könnte sich Pruzina etwa ein Tanzlokal in Melk vorstellen.

„Er kann sich ja gerne selbstständig machen“, kann sich SP-Stadtrat und Mit-Initiator des „Shuttle Buzz“ Jürgen Eder eine Spitze gegen Pruzina nicht verkneifen. Dass der „Shuttle Buzz“ den Melker Lokalen die Jugendlichen „wegschnappt“, ist für ihn kein Thema: „Der Bus fährt nie das ganze Wochenende, entweder freitags oder samstags. Je nach Event.“

Ebenfalls zum Konter holt JVP-Obmann und Mit-Organisator des Shuttles Benjamin Steyrer aus: „Wir von der JVP sorgen sehr wohl für Angebot in der Stadt, etwa bei den Jugendstammtischen. Die finden in Melker Lokalen statt.“

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