Start für Mammutprojekt am Kronbichl. Stadt gibt Einblicke in rund 1,7 Million Euro teures Vorhaben. Anrainer-Skepsis über Aufhebung der Sackgasse.

Von Markus Glück. Erstellt am 29. Mai 2019 (06:09)
ARGE Kartografie; NÖN-Grafik: Bischof

Ab Herbst geht es am Kronbichl ans Eingemachte. Der in den 1950er Jahren verlegte Kanal soll erneuert werden, daneben plant die Stadtgemeinde auch eine neue Straßengestaltung, unter Einbindung der Anrainer, die Verlegung neuer Breitband-Anbindungen sowie die EVN-Optimierungen an ihrem Netz. Für die Arbeiten an Kanal und Wasser rechnet die Stadtgemeinde mit Kosten von rund 1,7 Millionen Euro, durch die Mitverlegung von Internet und EVN kann sich der Betrag aber noch reduzieren. Die Kosten für die Straßengestaltung sind derzeit noch offen. Der Baubeginn ist für Mitte Oktober geplant.

Neben dem finanziellen Aufwand ist es für die Stadtgemeinde vor allem auch ein logistischer. Da die Kronbichl-Straße die einzige Verbindungsstraße aus der Siedlung ist, plant die Gemeinde die Installierung einer weiteren Verbindungsstraße in die Prinzlstraße. Als neue Verbindung wählte die Stadtgemeinde die Albrechtsbergerstraße aus. „Es ist ein finanzieller Aufwand, technisch gesehen aber möglich. Damit sind Ein- und Ausfahrt für die Anrainer und Einsatzkräfte garantiert“, betont VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann. Skeptisch über das Ansinnen der Stadt und die Aufhebung der Sackgasse zeigt sich Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer, selbst Anrainer am Kronbichl: „Die Anrainer haben Angst, dass sich ihre einstige Sackgasse zu einer Durchzugsstraße entwickelt.“ Weiderbauer kann sich aber eine Schrankenlösung wie in der Emmersdorfer Kolomanistraße vorstellen. Damit könnte die Verbindung nach der Beendigung der Bauarbeiten wieder geschlossen werden.