Überwachung bei P&R-Anlage: Jetzt kommt Zufahrtssystem

Erstellt am 03. August 2022 | 05:09
Lesezeit: 3 Min
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Ab Herbst wird bei der P&R-Anlage am Melker Hauptbahnhof mittels Kennzeichenscan genau kontrolliert. Bei Missachtung drohen Strafen.
Foto: Markus Glück
Ab Herbst werden Kennzeichen bei P&R-Anlage am Melker Hauptbahnhof gescannt. Wer bei Ausfahrt kein Ticket vorweisen kann, wird bestraft.
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Es war ein langer, steiniger Weg für die Stadtgemeinde Melk, der zum Schulstart im September endlich abgeschlossen werden soll. Mit Herbst erhält die Park&Ride-Anlage am Bahnhof eine Überwachung mittels eines Kennzeichenerkennungssystems.

Dabei werden die Kennzeichen der Autos bei der Einfahrt gescannt, bei der Ausfahrt muss ein gültiges Ticket des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels eingescannt werden. Passiert dies nicht, droht eine Verwaltungsstrafe von 50 Euro. Wer etwa eine Monats- oder Jahreskarte hat, muss sein Ticket nur einmal scannen, die Anlage speichert das Kennzeichen für die Dauer der Gültigkeit des Tickets. Mit gültigem Fahrschein ist die tägliche wie auch durchgehende Nutzung für Wochenpendler gratis. Wird das Auto für einen längeren Zeitraum abgestellt, so fallen ab dem sechsten Tag Kosten von drei Euro pro Tag an. Für Personen, die nur jemanden aussteigen lassen wollen, gibt es ein Zeitfenster.

Für den laufenden Betrieb muss die Gemeinde rund 4.000 Euro bezahlen − wird durch die nunmehrige Bewirtschaftung mehr eingenommen, steht der Überschuss dafür der Gemeinde als Betreuerin und Instandhalterin der Anlage zu.

Die P&R-Anlage in Melk wurde im Jahr 2010 mit rund 220 Stellplätzen gebaut − mit der Einführung der gebührenpflichtigen Kurzparkzone im Frühjahr 2016 verschärfte sich dann die Parkplatzsituation in der innenstadtnahen und weiterhin kostenfreien P&R-Anlage. Gerade Innenstadt-Mitarbeiter nutzten den Parkplatz als kostengünstige Parkmöglichkeit. Eingesetzte Maßnahmen, wie etwa eine Überwachung mit Parksheriffs, führte nicht zum gewünschten Ergebnis. „Es vergeht kaum eine Woche, wo wir nicht im Schnitt eine Mail von einem Pendler bekommen, der sich über die aktuelle Situation beschwert. Uns waren aber bisher immer die Hände gebunden“, erklärt Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann (ÖVP).

Zwar kommt das neue Zufahrtssystem ohne Schranken aus, für die Nutzerinnen und Nutzer wird es dennoch eine Veränderung geben. Künftig wird es nur mehr eine Ein- und Ausfahrt in der Josef-Büchel-Straße geben. Dort wird das Kennzeichen automatisch erfasst. Die zweite Ein- und Ausfahrt in der Bahnzeile wird geschlossen. Zusätzlich muss laut Kaufmann ein Baum gefällt werden.

Bedenken wie von SPÖ-Stadträtin Sabine Jansky, dass durch den Wegfall der zweiten Ein- und Ausfahrt das Verkehrsaufkommen in der Bahnzeile steigen könnte, teilt Kaufmann nicht: „Das wird sich einspielen.“

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