Zahl der Asylwerber in der Stadt sinkt. Melk beheimatet aktuell 88 Asylwerber. VP-Stadtchef erteilt Absage an weiteren Zuzug von Asylberechtigten.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. September 2017 (07:34)
Bereits Anfang August berichtet die NÖN von der Schließung des Containerdorfes. Dies bestätigt auch Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer in seinem Flüchtlingsbericht.
NOEN, Schweiger/Archiv

Über einen deutlichen Rückgang der Anzahl von Asylwerbern in der Bezirkshauptstadt spricht Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer in seinem Bericht zum Flüchtlingswesen in der Stadt. So ist die Zahl der Asylwerber von 114 Personen im Juni auf 88 Menschen im August gefallen.

Der Anteil der Asylwerber an den 5.508 Einwohnern der Stadt beträgt aktuell 1,6 Prozent (Juni: 2,07 Prozent). Die Gründe für den Rückgang erklärt Weiderbauer einerseits mit einer Abwanderung aus der Stadt und andererseits mit der Veränderung des Asylstatus. Neben den 88 Asylwerbern gibt es in Melk auch 92 Asylberechtigte, davon 49 Kinder, die in 21 Haushalten leben.

Keine neuen Flüchtlinge aufgenommen

Was NÖN-Leser bereits Anfang August wussten, bestätigt jetzt auch Weiderbauer: „Im Containerdorf im Stift werden keine neuen Flüchtlinge aufgenommen. In Absprache mit dem Land wird das Quartier auslaufen.“ Alle fünf Personen können dort jedoch so lange wohnen bleiben, bis der Asylstatus geklärt ist.

Laut VP-Bürgermeister Thomas Widrich gab es in den letzten Wochen eine Anfrage der Diakonie betreffend Unterbringung von Asylberechtigen. Dieser erteilte Widrich eine Absage: „Ich glaube, es stehen uns bei der Integration große Herausforderungen bevor und daher wollen wir uns auf die aktuellen Personen in Melk konzentrieren.“ Keinen Grund für eine langfristige Integration sieht FP-Gemeinderat Franz Ofner. „Asylwerber sind Gäste auf Zeit. Wenn der Asylgrund wegfällt, sollen die Leute zurück in ihre Länder gehen.“