Hofamt Prieler auf den Spuren von Tesla-Chef Musk. Michael Stadler erhält den renommierten Edison Award in Gold. Im Gespräch mit der NÖN erklärt der gebürtige Hofamt Prieler die Hintergründe zur Ehrung.

Von Lisa Schinagl. Erstellt am 17. Mai 2021 (04:59)
Michael Stadler ist Energieforscher aus Hofamt Priel.
privat, privat

Im Jahr 2016 wurde der Hofamt Prieler Michael Stadler für seine Forschungsarbeiten im Bereich erneuerbare Energie von Barack Obama ausgezeichnet. Die damalige Ehrung führte ihn zu anwendungsorientierten Arbeiten. Fünf Jahre später kommt die Belohnung – der Thomas Edison Award in der Kategorie „kritische Infrastruktur“.

Stadler und sein Team erhielten den Award für die „XENDEE – Microgrid Optimierungsplattform“, wobei es sich um eine Planungssoftware handelt, welche erneuerbare kommunale Energie- und Microgridprojekte effizienter und kostengünstiger plant, erklärt er. Diese biete die Möglichkeit, den weltweiten Bedarf an erneuerbaren Energien zu decken, indem sie diese automatisiert an die Haushalte bringt.

Den Award erhalten Projekte, die das Potenzial hätten, am Markt erfolgreich zu sein, erzählt Stadler. „Es geht also darum, wie stark du damit die Welt verbessern kannst“, beschreibt er den Grund für die Auszeichnung, die einst auch Tesla-Chef Elon Musk erhielt. 

Neben seinen Tätigkeiten in den USA leitet er die wissenschaftliche Abteilung für Microgrids an der BEST GmbH in Wieselburg, die sich mit Grundlagenforschung beschäftigt. Bereits vor fünf Jahren hätte er komplett nach Österreich zurückkehren wollen, musste aber feststellen, dass „die USA innovativer sind“.

Mit den Arbeiten von XENDEE und BEST werde er künftig die österreichischen Gemeinden im Bereich der Energiegemeinschaften unterstützen. Um diese Ziele zu erreichen, beginnt sein Arbeitstag früh am Morgen, um sich mit Niederösterreich zu koordinieren, denn „die Auszeichnung unterstreicht die Notwendigkeit dieser Arbeiten“, schmunzelt Stadler.