Supermärkte: Mehr Schutz für die "vorderste Front". Die Handelsketten rüsten auf: Plexiglasscheiben bei Kassen sowie Helme sollen Personal bei Kundenverkehr vor Ansteckung bewahren.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 19. März 2020 (10:47)
Die Hofer-Filialen werden mit Plexiglasscheiben ausgestattet.
HOFER

Während viele im Home-Office sind und nur beschränkt nach draußen müssen, gestaltet sich der Arbeitsalltag bei Supermarkt-Mitarbeitern völlig anders. Jeden Tag vor die Tür - und jeden Tag Kontakt mit hunderten von Menschen, die einkaufen gehen. Und vielleicht den Coronavirus in sich tragen.

"Ich mache das gerne, aber wir brauchen mehr Schutzmaßnahmen. Immerhin stehen wir in Zeiten wie diesen an 'vorderster Front'", berichtet eine SPAR-Angestellte. Das sieht die SPAR-Firmenleitung genauso.

Wie Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann gegenüber der NÖN erläutert, soll es nicht bei Masken, Handschuhen, Seife und Desinfektionsmittel bleiben. "Ein Glasschutz für die Kassen wurde bestellt. Dieser wird in den kommenden Tagen in allen 1.500 Märkten installiert", informiert sie.

Zudem sei man auch schon dabei, weitere Masken zu bestellen. "Die sind gerade nicht leicht zu bekommen, aber auf dem Weg. Sie werden dann an alle Märkte verteilt", berichtet Berkmann.

Ein "Schutzschild" für Mitarbeiter und Kunden wird auch bei den Hofer-Kassen angebracht. In den Merkur-Märkten der REWE-Group bekamen die Mitarbeiter Helme mit Glasfront, welche das gesamte Gesicht abschirmen.