Dealer bunkerten Marihuana in einer Garage. Bande soll 80 Kilo Cannabis und vier Kilo Kokain an den Mann gebracht haben. 30-Jähriger fasste vor Gericht drei Jahre Haft aus.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 14. Oktober 2019 (07:46)
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Regen Drogenhandel sollen Kosovaren aus Amstetten (31, 30) und Linz (54, 31) laut Staatsanwaltschaft im Mostviertel betrieben haben. 80 Kilo Cannabis und vier Kilo Kokain sollen sie verkauft haben. Zu den Verbrechen des Suchtgifthandels sind die Männer teils geständig im Prozess am Landesgericht in St. Pölten.

Geliefert wurden die Drogen in einem Bus aus Polen. Gelagert wurden die Suchtmittel in einem BMW in Linz und in einer Garage in Waasen. Dort wurde dann auch emsig gedealt. Und eine mitangeklagte 27-Jährige aus dem Bezirk Melk stellte ihr Kellerabteil zur Zwischenlagerung zur Verfügung. Durch eine Verkehrskontrolle - Polizisten entdeckten Drogen - kam der Fall ins Rollen.

„Mein Mandant ist selbst abhängig, hat schon Therapie statt Strafe bekommen. Und als er die gemacht hat, hat ihm ein Zimmerkollege sofort Drogen angeboten. Er hat den Therapieplatz verlassen, monatelang auf einen Ersatz gewartet. Und in dieser Zeit ist er wieder in diese verpönte Gesellschaft geschlittert“, sagt der Verteidiger des 30-Jährigen. Sein Mandant wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

„Ich habe nichts mit Drogen zu tun“, erklärt der 54-Jährige. Er wird zu 16 Monaten bedingt verurteilt. Freigesprochen wird sein Schwiegersohn (31). Auch sein Sohn soll in Drogengeschäfte verwickelt sein, er ist auf der Flucht. Neun Monate bedingt setzt es für die 27-Jährige. Vertagt wird der Prozess gegen den fünften Angeklagten. Die Urteile sind rechtskräftig.