Womit spielten adelige Kinder?

Hase auf Rollen, Holzklötze, Teddybär: Das ließ die Herzen der Kinder von Erzherzog Franz Ferdinand höher schlagen.

Erstellt am 11. Januar 2022 | 11:21
Lesezeit: 1 Min

Auf vier Etagen in einer gläsernen Vitrine werden sie ausgestellt: die Spielzeuge der drei Kinder von Erzherzog Franz Ferdinand. Bis März können die Stücke noch im Museum Niederösterreich in St. Pölten begutachtet werden – die Objekte sind dabei erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Die Historikerin Elisabeth Vavra kuratiert die Serie „Museum zu Gast“.

Gebrauchsspuren an den Spielsachen – Teddybären der Firma Steiff, Nachziehtiere, Zinnfiguren, einfaches Holzspielzeug – zeugen davon, welches Stück beim adeligen Nachwuchs denn besonders beliebt war. Da Sophie, Maximilian und Ernst von Hohenberg ihre Kinderjahre im Belvedere in Wien und im Schloss Konopiště verbrachten, ging wohl auch viel bei den erzwungenen Übersiedlungen verloren. Franz Ferdinand selbst lebte in seiner Kindheit im Schloss Artstetten, welches 1823 in den Besitz der Habsburger gelang.

1900 heiratete Franz Ferdinand Gräfin Sophie Chotek, ein Jahr später erblickte das erste Kind – Fürstin Sophie von Hohenberg – das Licht der Welt. Im Schloss Belvedere in Wien kam 1902 der erste Sohn, Maximilian, zur Welt. Zwei Jahre später wurde im Schloss Konopiště Ernst geboren.

Franz Ferdinand liebte seine Kinder, wie alten Briefen zu entnehmen ist: „Und unsere Kinder! Die machen meine ganze Wonne und meinen Stolz aus. Den ganzen Tag sitze ich bei ihnen und bewundere sie, weil ich sie gar so lieb hab.“ Nach der Ermordung der Eltern übernahm Henriette Gräfin Chotek die Betreuung der drei Waisen.