Hoffnung für Persenbeug-Gottsdorfer Bank noch vorhanden. Die Gemeinde will, dass die Sparkasse wieder aufsperrt. Man wartet auf Angebot, sonst folgt Klage.

Von Christina Brandstetter. Erstellt am 13. März 2021 (04:17)
Seit Mitte September ist die Persenbeuger Filiale der Sparkasse zu. Nur noch Automaten stehen zur Verfügung. Kunden und Mitarbeiter wurden nach Ybbs verlegt.
 
Brandstetter

Es ist schon einige Monate her, dass die Sparkassenfiliale der Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf die Geschäftsstelle schloss. Die Thematik ist allerdings noch nicht abgehakt. Schon im Herbst des Vorjahres beschloss der Gemeinderat, die Sparkasse zu klagen, falls die Schließung nicht rückgängig gemacht wird.

Auf die Klagsandrohung hat die Sparkasse bereits reagiert. „Die Argumentation war aber sehr allgemein und nicht konkret“, gibt Bürgerlistenobfrau Christa Kranzl zu bedenken. Gerade finden noch Gespräche zwischen den Anwälten der Sparkasse und der Gemeinde statt. Das bestätigt SPÖ-Bürgermeister Gerhard Leeb. „Wir warten auf ein Angebot, sonst gibt es eine Klage. Wir wollen das jetzt zuerst untereinander klären. Es ist eine heikle Angelegenheit. Die Anwälte stehen in Kontakt miteinander“, erklärt Leeb. Was da genau zwischen den zwei Parteien ausgehandelt wird, möchte Leeb derzeit noch nicht verkünden. Die Schriftsätze zur Causa sind aber bereits freigegeben. „Wir fühlen uns in unserer Position stark“, sagt Kranzl.

Dass sich an der Filialschließung noch etwas ändern könnte, kann Helge Haslinger, Vorstandsmitglied der Sparkasse Niederösterreich, nur bezweifeln. „Wir sind in der Region vertreten. In Ybbs haben wir ein großes Beratungszentrum“, schildert er. Außerdem sei die Filiale in Ybbs nicht weit von Persenbeug-Gottsdorf entfernt, heißt es.

„Wir handeln im Sinne der Kunden. Das merken wir an den Reaktionen. Die sind positiv“, betont Haslinger. Der Klagsandrohung sieht der Sparkassen-Vorstand kritisch entgegen. „Das ist in Zeiten wie diesen der falsche Weg“, kommentiert er die Situation. Wie sich die Causa entwickeln wird, weist die Zukunft. Die Vereinbarung, die die Gemeinde vor Jahren mit der Sparkasse getroffen habe, sei aber rechtens gewesen, meint Kranzl. Die Kommune gibt noch nicht auf.