Pöchlarn: Ein Platz, viele Meinungen. Vor fünf Jahren wurde das Rathaus neu eröffnet. Wie kommt die Gestaltung 2020 bei den Pöchlarnern an?

Von Denise Schweiger und Christopher Sochor. Erstellt am 22. März 2020 (05:22)
Rathaus Pöchlarn
NOEN/Haunschmid

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Und das trifft auch auf die Neugestaltung des Kirchenplatzes mit dem Kommunalzentrum samt Begegnungszone zu.

Vor fünf Jahren wurde das „Vorzeigeprojekt“, wie es der damalige VP-Landeshauptmann Erwin Pröll betitelte, eröffnet. Für VP-Bürgermeister Franz Heisler ist das Ergebnis „eine runde Sache“. „Es hat sich verbessert. Früher war dieser Bereich ein enger Schlauch, die Häuser standen sehr knapp beieinander. Der Kirchenplatz hat sich geöffnet“, meint das Stadtoberhaupt. Und das hat den Vorteil, dass Feste, Konzerte und der wöchentliche Schmankerlmarkt Platz im Herzen der Stadt finden. Aber nicht jeder ist Heislers Meinung, was das Projekt betrifft.

Immer wieder melden sich NÖN-Leser und äußern Kritik – etwa über die vielen Autofahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Zur Tempo-Drosselung gibt es vor Ort im Zick-Zack angeordnete „Rabattln“. Dass diese so eng bei einander stehen, empfinden viele als störend (die NÖN berichtete). „Es ist eben eine Begegnungszone, da ist gegenseitiges Rücksichtnehmen gefragt. Kritiker wird es immer geben“, sagt der Stadtchef.

Yvonne Mühlsteiner, ursprünglich aus Tirol, lebt seit drei Jahren in Pöchlarn. Und zwar direkt am Kirchenplatz. „Ich bekomme sehr viel von allem hier mit“, erläutert sie. Mühlsteiner findet, dass der Platz prinzipiell optisch verbessert wurde, sieht aber noch Nachholbedarf: „Ein Problem ist, dass es oft mehrere Wochen dauert, bis die Beleuchtungsleisten ausgetauscht werden, wenn diese im Boden ausfallen“

Baustelle soll Ende März abgeschlossen sein

Das Kommunalzentrum ist momentan eine Baustelle. Die Arbeiten zur Verlegung des Sitzungssaals vom ersten Stock ins Erdgeschoß sind in vollem Gange. „Ende März soll alles fertiggestellt werden“, informiert Heisler. Auch das Standesamt wird in Zukunft dort zu finden sein. Der Platz am bisherigen Standort wurde zu knapp: „Wir haben schließlich im Durchschnitt jede Woche eine Hochzeit.“