Knalleffekt bei der Weitener FF-Wahl. Was gemunkelt wurde, trat bei der Wahl ein: Kommandant-Stellvertreter Markus Fletzberger stellte sich nicht mehr der Wiederwahl. Reinhard Kreutner übernimmmt.

Von Friedrich Reiner. Erstellt am 15. Januar 2021 (04:08)
Das neue Kommando mit dem Wahlleiter: Katharina Kienast, Franz Höfinger, Johann Jindra, Reinhard Kreutner und Alexander Schauer (v.l.).
Reiner

Bereits im Vorjahr bei der Jahres-Mitgliederversammlung der Feuerwehr stellte der amtierende und jetzt wiedergewählte Kommandant Johann Jindra die Weichen, als er wortgewaltig ankündigte: „Wenn es bei den Neuwahlen 2021 nicht einen anderen Kommandant-Stellvertreter gibt, stehe ich nicht mehr zur Verfügung.“

Markus Fletzberger zog da raufhin die Reißleine und stellte sich bei der Neuwahl der Weitener Florianis unter dem Vorsitz von VP-Bürgermeister Franz Höfinger nicht mehr der Wiederwahl. Der Wahlvorschlag lautete auf Reinhard Kreutner, der von 2011 bis 2016 schon der zweite Kommandant-Stellvertreter war.

Jindra und Fletzberger fanden nie einen gemeinsamen Nenner im gegenseitigen Umgang. Einzig bei einem waren sie sich seit Anbeginn einig: „Die Zusammenarbeit zwischen uns beiden ist nicht möglich.“ Obwohl die beiden betonen, „dass eine solche meinerseits immer möglich gewesen wäre“. Ein verfahrener Karren also.

Wie es mit dem 34-jährigen Markus Fletzberger (Berufsfeuerwehrmann im AKH Wien) weitergehen wird, konnte oder wollte er nicht näher erläutern. Lakonisch, kurz und bündig: „Ich bin am überlegen, wie es weiterläuft.“ Fletzberger ist derzeit noch Unterabschnittsfeuerwehrkommandant (Unterabschnitt 2).

Dem neuen Kommando stehen in der Zukunft einige wichtige Aufgaben bevor, muss doch so mancher Riss gekittet werden. Denn das Wahlergebnis war für das Duo Jindra und Kreutner nicht gerade berauschend. Von 32 abgegebenen Stimmen waren acht ungültig, also rund ein Viertel. Jetzt gilt es, auch die Wähler mit den ungültigen Stimmen ins Boot zu holen.