Erstmals "Escape Room" auf der Schallaburg. Sehnsucht Ferne – Aufbruch in neue Welten heißt es ab 20. März auf der Schallaburg (Bezirk Melk). Erstmals ist in die Ausstellung ein eigener „Escape Room“ integriert, der aber auch abseits der Ausstellung genutzt werden kann.

Von Markus Glück. Erstellt am 02. März 2021 (09:15)
Markus Glück

Trotz eines Drittels weniger an Aussstellungstagen begaben sich 2020 82.000 Besucher im Rahmen der Schallaburg-Ausstellung „Donau – Menschen, Schätze & Kulturen“ auf eine Donaureise.

Das Reisethema lässt die Schallaburg auch ab 20. März, dem diesjährigen Start der Ausstellung, nicht los. Mit „Sehnsucht Ferne – Aufbruch in neue Welten“ greift die Schallaburg den magischen Moment des Aufbrechens und den großen Schritt ins Unbekannte auf. Zufall, dass im zweiten Corona-Jahr abermals das Reisen und das Abenteuer auf dem Programm steht?

„Es passt tatsächlich in die aktuelle Zeit. Unsere Ausstellungen werden bereits drei Jahre im Voraus festgelegt, wir treffen aber damit wieder den Nerv der Zeit“, ist sich der künstlerische Leiter der Schallaburg, Kurt Farasin, sicher.

Es geht für ihn aber nicht nur um das Reisen und einen Aufbruch, sondern er schiebt auch den ethnologischen Gedanken der großen Entdecker, wie den britischen Seefahrer und Entdecker James Cook, den deutschen Forschungsreisenden Alexander von Humboldt oder die österreichische Weltreisende Ida Pfeiffer – sie alle träumten von der Entdeckung neuer Welten – in den Vordergrund. „Wir laden ein, mit uns die großen Reisen von Entdeckern und Abenteurern zu begleiten und die Menschen hinter den Legenden kennenzulernen“, betont Farasin.

Auf den Spuren von Cook und Humboldt

Persönlich wichtig ist ihm, was die Entdeckungsfahrten für die Entdeckten selbst bedeuteten: „Auch was wir selbst bei unseren Aufbrüchen in die Ferne hinterlassen“, verspricht Farasin ein buntes und vielfältiges Schallaburg-Ausstellungsjahr. Mit „Sehnsucht Ferne – Aufbruch in neue Welten“ lädt die Schallaburg ein, den Spuren früher Weltreisender zu folgen.

Sowohl Cook als auch Humboldt und Pfeiffer teilten die Sehnsucht nach dem Unbekannten, dem Unerforschten und dem Neuen. Doch ihre Motive waren gänzlich unterschiedlich. Was trieb sie an? War es die Sehnsucht nach Abenteuer und Ruhm, die Gier nach Gold? Welche Ängste bewegten sie und was schürte ihre Euphorie? Welchen Herausforderungen mussten sie sich stellen? Was erwartete sie in exotischen Gefilden und was bedeutete das für die Einheimischen? Diese Fragen will die diesjährige Ausstellung für die Besucher beantworten.

Durch den Ausfall des Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr konnte die Vorbereitung für die Ausstellung bereits früher starten. Bei den Ausstellungsgegenständen können die diesjährigen Kuratoren auf den breiten Fundus des Weltmuseums Wien zurückgreifen. „Es ist uns mit dem dortigen Direktor gelungen, tief ins Archiv und das Depot schauen zu dürfen. Die wenigsten wissen, dass im Weltmuseum etwa der gesamte Nachlass von James Cook liegt“, erklärt Farasin.

„Escape Room“ als besonderes Highlight

Puren Nervenkitzel verspricht den Besuchern ein neuer „Escape Room“, der Teil der diesjährigen Schallaburg-Ausstellung sein wird. Mit dem Ziel vermehrt jugendliches Publikum anzusprechen, wartet eine spannende Expedition auf den Spuren der „österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition“ mit dem berühmten Schiff „Admiral Tegetthoff“ ins ewige Eis. Insgesamt spüren die Besucher dabei hautnah, was es heißt, dem Erfolgsdruck und Entbehrungen einer legendären Expeditionsreise ausgesetzt zu sein.

Alle weiteren Infos zur diesjährigen Ausstellung unter: www. schallaburg. at