Kein (Park-)Platz für Bürger?. Die Situation rund um den Marktplatz wird bei den Spitzenparteien SPÖ und ÖVP differenziert gesehen, vor allem beim Thema Parkplatz spalten sich die Meinungen.

Von Markus Glück und Philipp Haunschmid. Erstellt am 22. August 2018 (05:00)
Raimund Bauer
Die SPÖ in Neumarkt verlangt mehr Parkplätze am Marktplatz. Bürgermeister Otto Jäger versteht die Kritik nicht.

Als Flickwerk bezeichnet die SPÖ in Neumarkt den Marktplatz und wünscht sich die Initiierung eines Bürgerbeteiligungsprojektes für die künftige Marktplatzgestaltung. Gerade bei Parkflächen ortet die Oppositionspartei Mangelware.

„Das Gasthaus funktioniert sehr gut, aber die Wirtschaft braucht dort mehr Parkplätze. Die Situation wird durch den Wohnbau zusätzlich verschärft“, betont SP-Gemeinderat Bernhard Wurm, dass die aktuelle Situation unbefriedigend ist. Die künftige Marktplatzgestaltung war bereits mehrmals im Gemeinderat Thema. Wurm fürchtet allerdings einen Alleingang bei der Umsetzung der Bürgermeisterpartei. „Ich will ein Projekt gemeinsam mit den Anrainern und Neumarkter Bürgern, wo die ÖVP nicht über die Köpfe der Bewohner hinweg entscheidet“, erklärt Wurm.

VP-Bürgermeister Otto Jäger entgegnet der Kritik: „Ich verstehe nicht, warum man alles immer negativ sehen muss. Ich bin wirklich froh, dass wir den Marktplatz beleben konnten. Da tut sich etwas und er ist nicht, wie in vielen anderen Gemeinden, ausgestorben.“

Über die Parkplatzsituation ist die ÖVP auch informiert, sieht darin aber kein Problem. „Wenn alle Parkplätze voll sind, bedeutet das für mich, dass etwas los ist am Marktplatz und das freut mich. Ob und wie sich der Wohnbau auf die Parkplatzsituation auswirken wird, kann man noch gar nicht sagen, da noch keine Wohnung bezogen ist“, erklärt Jäger.