Zehn Stunden für ein Spiel. Der Kemmelbacher Anton Eisenbauer ist seit sieben Jahren bekennender Fan des deutschen Fußballvereins Erzgebirge Aue. Er fährt regelmäßig zu den Spielen seines Vereins.

Von Philipp Haunschmid. Erstellt am 02. September 2018 (05:05)
privat
Anton Eisenbauer mit Thomas Letsch, der bei diesem Foto noch Trainer seines Vereins, Erzgebirge Aue, war, vor einem Spiel.

Regelmäßig verbringt Anton Eisenbauer zehn Stunden auf der Autobahn. Wenn sein Verein Erzgebirge Aue spielt, legt er gerne über 1.000 Kilometer von Kemmelbach nach Deutschland zurück. „Für meinen Verein ist mir kein Weg zu lang. Meistens geht es um sieben Uhr früh los und ich komme gegen 22 Uhr am Abend nach Hause“, erklärt Eisenbauer.

Der Verein aus dem Erzgebirge spielt in der zweiten deutschen Bundesliga und ist dem Kemmelbacher in den letzten Jahren ans Herz gewachsen: „Ich war 2011 einmal in Hamburg beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli. Da haben wir 3:2 gewonnen. Seit diesem Tag fasziniert mich dieser Verein extrem.“ Eisenbauer spricht, wenn es um seinen Verein geht, bewusst in der Wir-Form, denn für den Pensionisten gehören er und der Verein einfach zusammen.

„Mein Name stammt ursprünglich vom Erzberg, also von den Eisenbauern. Daher auch der Bezug zum Erzgebirge und der Gegend rund um Aue.“Anton Eisenbauer

Für den Kemmelbacher hat die zweite deutsche Liga einfach einen sportlichen Mehrwert und auch mehr Zuseher als die österreichische Bundesliga. Zu seinem Verein Erzgebirge Aue hat er einen ganz besonderen Bezug: „Mein Name stammt ursprünglich vom Erzberg, also von den Eisenbauern. Daher auch der Bezug zum Erzgebirge und der Gegend rund um Aue.“

Nachdem der Kemmelbacher immer wieder zu den Heimspielen fährt, hat er für diese Saison zwei Dauerkarten im Fan-Block des deutschen Vereins. Alleine ist Eisenbauer bei den Spielen aber nie: „Einer meiner Söhne oder meine Frau kommen immer mit zu den Spielen. Wenn keiner Zeit hat, dann fahre ich aber auch alleine. Mittlerweile habe ich schon viele Freunde und Bekannte im Erzgebirge.“

Aber auch auswärts ist Eisenbauer immer wieder gerne dabei. Die nächsten Auswärtsfahrten sind bereits in Planung. „Nachdem ich schon in Regensburg, München, Ingolstadt, Hamburg und Heidenheim war, möchte ich zu weiteren Vereinen fahren. Mein nächstes Ziel ist Fürth“, erzählt er.