Josef Hader: „Comeback macht jetzt besonders Spaß“. Josef Hader über sein neues Kabarett, seine Nöchlinger Wurzeln und den Schlussapplaus.

Von Susanne Leonhartsberger. Erstellt am 17. Juni 2021 (07:22)
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Josef Hader gibt‘s wieder auf der Bühne zu sehen
Lukas Beck

Und er bewegt sich doch: Lang lag Josef Haders kabarettistische Ader auf Eis, doch jetzt gab der Meister der Kleinkunst unter diesem Motto ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Die NÖN sprach mit dem in Nöchling aufgewachsenen Wortkünstler über sein neues Programm.

NÖN: Hader on Ice – man kann meinen, da geht’s um die Klimaerwärmung. Was hat Sie zu diesem Titel inspiriert?

Josef Hader: Ich find, er klingt gut. Und man kann sich allerhand dazu vorstellen. Ich mag keine Titel, die zu eindeutig sind.

Die Kritiker feiern Sie, einmal mehr, als Meister des Zynismus, dessen hintergründige Attacken das Publikum faszinieren, teils erschrecken. War das so gewollt?

Ehrlich gesagt weiß man selber nicht so genau, was man da für ein Programm geschrieben hat, man ist noch zu nahe dran. Ein guter Indikator ist, ob das Publikum begeistert ist. Das hört man beim Schlussapplaus, das ist am Ende wichtiger als Kritiken.

Sie halten der Gesellschaft gern einen Spiegel vor. Wenn die Menschen die „Winke mit dem Zaunpfahl“ beherzigen, gäbe es dann noch Stoff für weitere Programme?

Da ist keine Gefahr, für uns Kabarettisten wird es immer Arbeit geben.

Sie haben sich 17 Jahre Zeit gelassen für’s neue Programm. Liegt das am Perfektionismus?

Nein, ich hab einfach eine Zeit lang den Schwerpunkt auf die Filmarbeit gelegt. Und jetzt haben schon viele gedacht, dass ich nie wieder ein neues Programm machen werde, da macht ein Comeback natürlich besonders viel Spaß.

Oft werden Sie in Medien als „Waldhausener“ (Gemeinde in OÖ, Anmerkung) vorgestellt, aufgewachsen sind Sie aber in Nöchling. Hat das Programm auch einen Funken Heimatbezug?

Im Programm behaupte ich ja, dass ich mich ins Weinviertel zurückgezogen habe, das stimmt aber nicht. Es ist nur eine Anspielung auf die vielen Künstler, die ins Weinviertel ziehen. Es gibt einen kleinen Nöchling-Bezug, aber den möchte ich hier nicht verraten. Die Nöchlinger sollen ja neugierig werden und ins Programm kommen.

Nochmal zurück zum Film – Sie haben vor zwei Jahren bei einem Projekt des Nöchlingers Karl L. Furtlehner mitgewirkt, kommen Sie zur Premiere?

Der Termin ist schon ausgemacht.