470.000 Euro für Donauuferbahn-Gründe

Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf will Donauuferbahn-Gründe kaufen und neues Projekt entwickeln.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 04:03
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Gemeinsam mit Studenten der TU Wien soll das Bahnhofsareal neu entwickelt werden.
Foto: Fahrnberger

Während Bürgerlisten-Obfrau Christa Kranzl weiterhin für den Erhalt und Wiederaufbau der Donauuferbahn kämpft, diskutierte der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung über den Ankauf von möglichen Grundstücken der ehemaligen Donauuferbahn und des Bahnhofs. Insgesamt geht es dabei um eine Summe von rund 470.000 Euro.

Ein Grundsatzbeschluss über den Ankauf wurde dabei durch SPÖ und ÖVP gefällt. Ein Plädoyer gegen den Kauf hielt Kranzl: „Nur gemeinsam können wir ein Umdenken bewirken. Es wird aber schwierig, wenn die Gemeinden entlang der Bahn nicht mitmachen. Ich höre immer bei den Entscheidungsträgern, der Bürgermeister ist ja dagegen. Für mich ist der Ankauf eine Steuergeldverschwendung.“

Indes hat SPÖ-Bürgermeister Gerhard Leeb bereits Pläne, wie es mit dem rund einen Hektar großen Bahnhofsareal weitergehen soll. Im kommenden Jahr wird dazu ein Projekt mit Studenten der TU Wien gestartet. „Die Studenten werden Vorschläge für die künftige Gestaltung ausarbeiten. Wir lassen uns überraschen“, meint Leeb.

Von der Strecke zwischen Weitenegg und Weins-Isperdorf sind laut dem Inhaber, der NÖVOG, bisher knapp 60 Prozent verkauft. Die verbleibenden Flächen stehen ebenfalls für einen Verkauf zur Verfügung. „Die Tunnel verbleiben bei den Niederösterreich Bahnen und werden vorschriftsgemäß gesichert und regelmäßig inspiziert“, heißt es seitens der Niederösterreich Bahnen.

Gerüchte, wodurch durch die Auflassung der Donauuferbahn, Fördermittel für die Wachaubahn lukriert wurden, dementiert eine Sprecherin: „Mit einer Anschlussbahnförderung stand weder die Einstellung noch die Auflassung in Zusammenhang. Es gibt nämlich keine Anschlussbahnförderung für die Wachaubahn.“