Aufwachen aus Dornröschenschlaf. Bürgerdiskussion lieferte weniger Ideen, dafür mehr Beschwerden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. April 2019 (04:32)
Zaklina Jukic
Sehen optimistisch der Zukunft entgegen: Franz Marek, SP-Bürgermeister Manfred Mitmasser, Klaus Hagenauer, Franz Moser und Leo Buchinger (v. l.)

Vorschläge für einen lebendigeren Ortskern –– das war die ursprüngliche Idee der Bürgerdiskussion. Klaus Hagenauer, Vizebürgermeister von Ottensheim (OÖ), hielt dazu einen ausführlichen Impulsvortrag. Trotz der aufgezeigten Möglichkeiten sehen die Bürger aber für Persenbeug keine allzu rosige Zukunft.

Hauptproblem sind Leerstände im Ortskern. Dazu wollten sich die Liegenschaftseigentümer in der Diskussion aber nicht zu Wort melden. „Ich hätte mir mehr Interesse von den Eigentümern gewünscht. Wir wollen euch auch gerne bei Bedarf unterstützen, beispielsweise bei der Immobilienvermittlung“, versucht SP-Bürgermeister Manfred Mitmasser die Hauseigentümer zum Mitdiskutieren zu animieren. Der Wunsch blieb aber unerfüllt.

Der Persenbeuger Franz Marek ist überzeugt: „Einige Häuser stehen schon seit langer Zeit leer und warten darauf, endlich wach geküsst zu werden.“ Die jüngere Generation würde sich unter anderem wieder einen Bäcker oder einen regionalen Markt wünschen. „Aus jetziger Sicht könnte aber so ein kleiner Betrieb wohl nicht überleben, da die Einwohnerzahl immer mehr abnimmt“, meint eine Bürgerin. Einen Grund hierfür sehen die Bürger in fehlenden Bauplätzen. Die meisten sind jedoch in privatem Besitz und stehen nicht zum Verkauf.

Heikles Thema:

Autos im Ortskern

Seitens der Bürger kamen großteils Beschwerden zur Verkehrslage innerorts. Zum größten Problem zählt die Aufhebung des Fahrverbots „Ausgenommen Anrainer“ an der Donaulände. Mütter können nicht mehr wie gewohnt mit ihren Kindern sicher zum Spielplatz, da seit Anfang April nun Autos die Straße durchfahren. Mitmasser beruhigt: „Das Fahrverbot soll jetzt erst einmal für sechs Monate getestet werden und dann endgültig beschlossen werden. “