Bürgerideen für neues Verkehrskonzept

Bürgerliste Persenbeug-Gottsdorf sammelte Ideen aus Bürgerbeteiligungsprozess und übergab diese dem Gemeinderat. Im Ausschuss wird Thematik jetzt erörtert.

Markus Glück
Markus Glück Erstellt am 24. September 2021 | 06:15

Mit einer Bürgerversammlung im August 2020 startete die Bürgerliste Persenbeug-Gottsdorf den Bürgerbeteiligungsprozess für die Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes für die Marktgemeinde Persenbeug-Gottsdorf. Ideen und Vorschläge wurden an zwei Bürgerabenden, aber auch via Social Media und Diskussionen in Untergruppen gesammelt. Die einzelnen Themenpunkte wurden zuletzt im Gemeinderat eingebracht und werden aktuell in den einzelnen Ausschüssen diskutiert.

„Es wurden viele Verbesserungsvorschläge von Gemeindebürgern vorgebracht. Diese einzelnen Punkte wurden von uns in verschiedene Themenbereiche gegossen“, erklärt Bürgerlisten-Obfrau Christa Kranzl. Die Ziele für das Verkehrskonzept sind für Kranzl dabei klar: Verbesserung der Sicherheit, Lärmreduktion und eine lebenswerte Gemeinde. Für SPÖ-Bürgermeister Gerhard Leeb ist das Verkehrskonzept ein sehr breit gestreutes Papier, welches zahlreiche Wünsche enthält: „Im Ausschuss werden wir die weitere Vorgehensweise besprechen.“ Für Leeb ist das Verkehrskonzept zwar „sehr allgemein gehalten, man kann aber über einzelne Punkte diskutieren.“

Verbesserung der Verkehrssicherheit: Oftmals genannt wurde bei der Bürgerbefragung der Wunsch nach einer besseren Schulwegsicherung samt vernünftigen Markierungen, aber auch eine Überprüfung der Verkehrszeichen auf Aktualität. Als Beispiel wurde dabei die Tafel „Sackgasse“ im Bereich der Ötscher- und Ybbsstraße genannt. „Die Problematik der Markierungen im Bereich des Kindergartens könnten schnell gelöst werden“, meint Kranzl. Immer wieder Thema ist auch der fehlende Zebrastreifen im Bereich Polizei, Volksschule und Gartenfuchs auf der B3. „Hier gab es bereits fünf Anläufe, leider war die Frequenz bei der Verkehrszählung stets zu gering“, hofft Kranzl dennoch auf eine baldige Umsetzung. Und Leeb betont, dass die Thematik oftmals behandelt und genauso oft bei Verkehrsverhandlungen auch abgelehnt wurde.

Kurzparkzone ebenfalls Thema

Auch Thema ist die Evaluierung der Kurzparkzone im Bereich der Haupt- und Schlossstraße samt Wiedereinführung. Beim Thema Kurzparkzone verspricht Leeb, sich die Thematik anzuschauen: „Die Situation ist aber nur am Dienstag, wo alle Ärzte offen haben, kompliziert. Ansonsten ist es nicht so dramatisch.“

Lebenswerte und familienfreundliche Gemeinde: Neben verkehrsberuhigten Zonen stehen hier barrierefreie Gehsteige sowie ein Stopp der Flächenversiegelungen auf den Gemeindestraßen ganz oben auf der Prioritätenliste der Bürger. „Unser Ziel ist, dass jedes Straßenprojekt in der Gemeinde bereits barrierefrei ausgeführt wird. Zudem wollen wir, dass bei den bestehenden Straßen nachgebessert wird“, betont Kranzl gegenüber der NÖN.

Gewünscht sind auch mehr Mistkübel und Hundesackerl-Behälter, aber auch öffentliche WCs, die durchgehend geöffnet sind.

Umweltschonende und nachhaltige Mobilität: Wie bereits in Melk von der Radlobby angelegt, fand auch in Persenbeug-Gottsdorf der Wunsch der Bürger nach einem generellen Tempo 30 im Ortsgebiet, mit Ausnahme der B3, ins Verkehrskonzept. Ebenso auf dem Wunschzettel: eine verkehrsfreie Donaulände, mehr Fahrradständer und bewusstseinsbildende Maßnahmen für das Rad anstelle des Autos.