Donauuferbahn: Bürger sollen jetzt entscheiden. Nach Diskussion im Gemeinderat schlug SP-Bürgermeister Manfred Mitmasser eine Volksbefragung vor.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 28. Januar 2020 (04:43)
Donauuferbahn „auf Schiene“? Das entscheiden die Bürger.
Archvi

Ob die Donauuferbahn – trotz Schienenabriss und Flächenverkauf – gerettet werden kann, sollen jetzt die Bürger entscheiden. Nach einer Diskussion bei der jüngsten Gemeinderatssitzung von Persenbeug-Gottsdorf schlug SP-Ortschef Manfred Mitmasser eine Volksbefragung vor.

Die Idee wurde zwar einstimmig beschlossen – doch auf rechten Anklang bei Listen-Obfrau Christa Kranzl stieß der Vorschlag nicht. Der Grund: Als Dorferneuerungsobfrau brachte sie einen Initiativantrag zur Resolution um die Rettung der Donauuferbahn von 310 Gemeindebürgern ein. „Die Resolution symbolisiert ein gemeinsames Auftreten. Über 300 Gemeindebürger haben sich dafür ausgesprochen – warum wird ihr Anliegen nicht berücksichtigt?“, kritisierte sie.

Sowohl für Ortschef Manfred Mitmasser als auch für VP-Gemeinderat Roman Schinnerl sprachen zwei Punkte gegen die Resolution: Einerseits fehlte es ihnen an einem Konzept – vor allem rund um die Finanzierungsfrage –, andererseits waren sie mit einer Formulierung nicht einverstanden. „Hier steht, die Gemeinde solle mit all ihren verfügbaren Mitteln das Vorhaben unterstützen. Das klingt für mich auch danach, als ob wir die Kosten übernehmen sollen. Das geht nicht“, monierte Schinnerl. Kranzl schätzt die Kosten zur Neuverlegung der Gleise sowie der Brückenwiederherstellung übrigens auf rund 11,5 Millionen Euro.