Donauuferbahn: Ist es Zeit aufzugeben?. Beim Infoabend rund um die Rettung der Donauuferbahn versammelten sich zahlreiche Besucher. Ein übervoller Saal war gespannt auf die Präsentation einer Diplomarbeit.

Von Zaklina Jukic. Erstellt am 27. Juli 2019 (04:22)
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Erfreut über die große Teilnehmeranzahl: Georg Ecker, Josef Baum, SP-Bürgermeister (Marbach) Anton Gruber, Andreas Offenborn, Präsentator Wolfgang Hnat, Wilhelm Kleinhofer, Listenobfrau Christa Kranzl, Karl Weinauer, Herta Brunner, Roman Hansbauer und Franz Eder (v. l.).

Mit den Worten „Gemeinsam können wir das Unmögliche möglich machen“ eröffnete Dorferneuerungsverein-Obfrau Christa Kranzl den Infoabend zur Rettung der Donauuferbahn. Zahlreiche Besucher aus allen Gemeinden versammelten sich im Saal des Gasthofs Böhm in Persenbeug. Hintergrund der Veranstaltung waren in erster Linie die zwei jungen HTL-Schüler, Wolfgang Hnat und seine Kollegin Elisa Georgieva, welche aber an diesem Abend aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war.

Beide haben sich bei ihrer Diplomarbeit auf die Rettung der Donauuferbahn fokussiert und Pläne für einen neuen Bahnhof in Persenbeug entworfen. „Es ist noch nicht zu spät! Für eine Elektrifizierung und einen nachhaltigen, modernen Gütertransport gehören Brücken und Gleisbett sowieso vollständig erneuert“, appelliert Hnat.

"Es gab schon Gründe, warum die Bahn geschlossen wurde"

Auch Kranzl sieht das so: „Die Abtragung der Schienen ist keine Ausrede. Diese waren ohnehin sanierungsbedürftig.“

Persenbeugs SP-Bürgermeister Manfred Mitmasser sieht dem Ganzen mit Skepsis entgegen. „Mir hat die Diplomarbeit gefallen, vor allem das Bahnhofsgebäude hätte Potenzial. Aber die Überlegungen sind in dieser Form nicht realisierbar und mit sehr hohen Kosten verbunden“, gibt er zu bedenken. Weiters sieht er die Gemeinden nicht als Infrastruktur-Zuständige. „Wir hätten es vor Jahren bereits probiert, konnten aber auch damals nichts bewirken“, sagt Mitmasser. Er bezweifelt auch, dass es ausreichend Passagiere geben würde. „Es gab schon Gründe, warum die Bahn geschlossen wurde.“

Für Mitte August ist von Kranzl eine weitere Veranstaltung geplant. „Wann und wo kann ich noch nicht genau sagen, aber es wird definitiv eine Überraschung geben“, lässt Kranzl wissen.