Fragezeichen um Hofer. Da Grundbesitzer nicht verkaufen will, muss Konzern für die nötige Abbiegespur neuen Platz finden. Und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 10. August 2019 (04:45)
Symbolfoto: Hofer
Der Bau der Hofer-Filiale könnte sich um ein bis zwei Monate verzögern.

Denise Schweiger
Eine Hofer-Filiale neben Eurosparmarkt und Billa? Schwer vorstellbar – laut Christa Kranzl steigert die Anzahl an Nahversorgern aber eher die Kaufkraft im Ort, als sie für Konkurrenz sorgt.

Die Gerüchteküche um die geplante Hofer-Filiale brodelt. Eigentlich hätte der Baustart schon im Frühjahr erfolgen sollen, doch Bagger sind keine in Sicht. Und das werden sie wohl auch nicht so schnell sein.

In Persenbeug-Gottsdorf halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass die Pläne für die Filiale ohnehin schon abgeschrieben wurden. Diese Annahme fußt darauf, dass sich ein Grundeigentümer querlegt: Für die notwendige Abbiegespur war man mit ihm auf längere Zeit in Verhandlung. Der gebotene Preis soll aber nicht seinen Geschmack getroffen haben: Aus dem Deal wurde also nichts.

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Für eine Stellungnahme war der Grundeigentümer selbst nicht erreichbar und die Hofer KG hüllt sich während des laufenden Behördenverfahrens in Schweigen. Doch Listenobfrau Christa Kranzl gab Einblick in den Verlauf des Projekts. „Es sind ein paar Fehler passiert, ich verstehe beide Seiten“, betont sie. Angeblich habe auch schon ein anderer Nahversorger angeklopft – der Standort sei eben lukrativ. „Ich bin davon überzeugt, dass trotz allen Startschwierigkeiten dort eine Hofer-Filiale entsteht“, zeigt Kranzl sich gegenüber der NÖN optimistisch.