Gemeindebus rollt an. Gemeindebus soll Infrastruktur verbessern, Wege zum Arzt oder Supermarkt erleichtern. Bedarfserhebung ist nächster Schritt.

Von Anna Faltner. Erstellt am 09. März 2017 (05:00)
Gleiß
SP-Vizebürgermeister Gerhard Leeb schlägt Gemeindebus zur eigenständigen Mobilität vor.

Kürzlich kam im Gemeinderat das Thema „Gemeindebus“ zur Sprache. Als federführend bei dem Projekt gilt der Verein „Soziales Persenbeug-Gottsdorf“ rund um Obmann und SP-Vizebürgermeister Gerhard Leeb.

2013 stellte sich bei einer Bedarfserhebung heraus, dass ältere Gemeindebürger häufig auf der Suche nach Fahrgelegenheiten sind. Das soll durch den Bus erleichtert werden: Arztbesuche, Einkäufe, der Kindergartentransport sowie die Fahrt zum Linienverkehr werden abgedeckt. Unnötige Fahrten sollen vermieden und die Infrastruktur im Ort verbessert werden.

Elektro-Fahrzeug angedacht

Ein Gemeindebus funktioniert auf Vereinsbasis mit freiwilligen Fahrern. Angedacht wird ein Elektro-Fahrzeug, das behindertengerecht ausgestattet ist. „Der Bus fährt von Haus zu Haus. Man muss nicht zur nächsten Haltestelle gehen. Allerdings sollte man sich mindestens eine Stunde vorher anmelden“, erklärt der Obmann. Dafür gibt es auch fixe Betriebszeiten. Von Montag bis Freitag soll der Bus von morgens bis abends in Betrieb sein.

Die Ausfahrten dürfen lediglich innerhalb des Ortsgebietes stattfinden. Nur in der Ferienzeit gilt eine Ausnahmeregelung: „Wenn der Regionalbus nicht fährt, funktioniert der Gemeindebus auch als Zubringer zum Busbahnhof in Ybbs.“

Wenn Bedarf besteht, wird Projekt umgesetzt

Nachdem das Projekt bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt wird, erfolgt eine weitere Bedarfserhebung. „Wir teilen Fragebögen aus. Ende März sollte das Ergebnis feststehen. Wenn ein Bedarf besteht, wird es umgesetzt“, sagt Leeb. Der Gemeindebus würde auch vom Land Niederösterreich gefördert werden.