Kontrollblick unter den Donau-Spiegel. Um die Turbinen des Kraftwerks zu inspizieren, harren Taucher und Verbund-Mitarbeiter stundenlang in der Kälte aus.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 31. Januar 2019 (04:53)
Verbund
„Erich“ im Einsatz: Mit dem 80-Tonnen-Schwimmkran wurden schwere Stahlbalken bewegt.

Vergangene Woche trotzten Schiffs- und Kraftwerksmannschaft den eisigen Temperaturen ober- und unterhalb des Donauspiegels: Um an die Turbinen des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug zu gelangen, braucht man neben der richtigen Ausrüstung vor allem eines: Geduld.

Stundenlang harrten Taucher und Verbund-Mitarbeiter in der Kälte aus, um die Turbinen-Inspektion durchführen zu können. Im Zuge des Projekts Ybbs2020 wurde vor vier Jahren die „Maschine Nr. 4“ getauscht.

Sie ist die erste der drei modernisierten Turbinen auf der Nordseite des Kraftwerks. Mit der Modernisierung schafft der Verbund eine zusätzliche Stromerzeugung für rund 22.000 Haushalte. „Das erreichen wir nur, weil wir buchstäblich an jeder Schraube drehen. Von der Leittechnik über Generatoren, Trafos bis zur Turbine ist alles nagelneu und wird überprüft“, erläutert Richard Kellner, Verbund-Projektleiter in Ybbs.

Im Herbst wird der Turbinentausch mit dem Ausheben der „Maschine Nr. 2“ auf der Ybbser Südseite fortgesetzt. Das Projekt soll bis 2023 abgeschlossen sein.