Mit Helfer-Syndrom werden Schulen gebaut. Der Persenbeuger Helmut Neuwirth eröffnete kürzlich sein erstes Schulprojekt in Nepal. Nun plant er sein nächstes Vorhaben.

Von Anna Faltner. Erstellt am 24. Mai 2018 (05:00)
Bei der Eröffnung des Schulprojektes in Khokling: Mani Rai Pokharei, Projektmanager Helmuth Neuwirth, Aruna Pudasainee, Jolana Whyte und Ram Kumar Rai (hinten, v. l.) mit einigen Schülern.
privat

Schon sieben Mal war Helmut Neuwirth in Nepal. Im Vordergrund steht für ihn dabei aber nicht die Urlaubsentspannung, sondern das Helfen. Der 65-Jährige ist Obmann-Stellvertreter des Vereins „Children of the Mountain“ in Österreich. Konkret geht es dabei um den Bau von Schulen in Nepal.

Im April besuchte er die Bergregion Khokling, um seine erste Schule zu eröffnen, in der heute 30 Kinder unterrichtet werden. Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes bekam er von vier Schülerinnen aus der Handelsakademie Ybbs und Ex-Skirennläufer Thomas Sykora.

Wie kommt so ein Schulprojekt überhaupt zustande? „Durch Spendenaktionen. Damit finanzieren wir den Bau der Schulen und die Ausbildung der Lehrkräfte“, erklärt Neuwirth. In die Schule in Khokling wurden 35.000 Euro investiert.

„Der Bauprozess kann oft zum Abenteuer werden. Die Schulen sind ja nicht gerade leicht zu erreichen.“Helmut Neuwirth, „Children of the Mountain“

Vor Ort arbeiten heimische Baufirmen an den Projekten. „Das kann oft zum Abenteuer werden. Die Schulen sind ja nicht gerade leicht zu erreichen“, lacht der Persenbeuger. „Weil der Monsun Straßen und Wege zur Schule zerstört hatte, musste das Material zu Fuß hinaufgebracht werden.“

NOEN

Dennoch hat er noch nicht genug vom Schulenbauen. Denn bei seinem letzten Besuch besichtigte er gleich sein nächstes mögliches Projekt in Beshigaun.

Und das wäre für 120 Kinder ausgerichtet – Schüler und Kindergartenkinder. „Der Standort ist schwierig zu erreichen. Wir wissen noch nicht, ob die Baufirmen ihre Geräte und Material da hinauf bekommen“, erzählt er. Das alles wird noch geologisch überprüft. „Wir starten gerade mit den Planungsarbeiten. Entweder wir bauen die Schule mit drei Klassen komplett neu, oder wir sanieren das alte Gebäude und erweitern es um ein Stockwerk“, berichtet Neuwirth.