Von Auto verfolgt: „Schüler haben richtig reagiert“. Volksschüler dachten, dass sie Auto verfolgt und schrieben Kennzeichen auf. Vorfall stellte sich als Zufall heraus.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 10. Mai 2018 (04:39)
Die Schüler der Volksschule in Persenbeug-Gottsdorf bewiesen Achtsamkeit. Sie meldeten einen Vorfall mit fotografierenden Männern der Polizei.
Christ

Eigentlich wollten die Persenbeuger Volksschüler der dritten Klasse nur mit dem Bus ins Bad fahren, doch der Freitagvormittag wird den Kleinen noch länger in Erinnerung bleiben. Der Grund: Ein schwarzes Auto fuhr langsam hinter dem Bus her, die Insassen fotografierten und filmten. Bei den Kindern schrillten die Alarmglocken. Sie hatten Angst, verfolgt zu werden, und vertrauten sich einer Lehrerin an.

„Sie hat dann die Polizei verständigt“, berichtet Direktorin Eva Wurzer. „Die Schüler hatten sich sogar das Kennzeichen des Fahrzeugs notiert.“ Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Es stellte sich heraus, dass es sich bei den Männern um Arbeiter handelte, die zufällig die gleiche Strecke fuhren. Lob seitens der Polizei gibt es für die Schüler trotzdem: „Sie haben richtig reagiert. Lieber einmal zu früh etwas melden als zu spät“, freut sich Kriminaldienstreferent Herbert Oberklammer über die wachsamen Kinder.

Generell sei es wichtig, mit den Kids über solche Situationen zu sprechen: „Im Notfall, wenn die Kinder vielleicht sogar angesprochen werden, sollten sie sich Hilfe von einem Erwachsenen holen.“