Nahversorger Christl: Zukunft ist ungewiss. Der Einzelhandelsbetrieb Christl GmbH in Persenbeug (Bezirk Melk), Systempartner von Spar, ist insolvent.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Oktober 2016 (13:14)
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Am Montag wurde aufgrund eines Eigenantrages das Insolvenzverfahren am Landesgericht St. Pölten eröffnet, berichtete der Gläubigerschutzverband Creditreform. Betroffen sind 33 Dienstnehmer. Die Passiva betragen rund 2,95 Mio. Euro bei Banken und circa 320.000 Euro an sonstigen Verbindlichkeiten.

Prognostizierte Umsätze nicht eingetroffen

Als Insolvenzursache wurden hohe Kosten (drei Mio. Euro) für die Neugestaltung der Betriebsgebäude 2014 genannt. Die prognostizierten Umsätze seien nur zu 70 Prozent eingetroffen. Steigerungen im nötigen Ausmaß sind der Aussendung zufolge nicht zu erwarten, denn in einem vor kurzem eröffneten Fachmarktzentrum in der nahegelegenen Gemeinde Klein-Pöchlarn habe sich ein Spar-Markt eingemietet.

In Zukunft sei durch den geplanten Neubau eines Raiffeisen-Lagerhauses in Kemmelbach mit weiteren Umsatzeinbußen zu rechnen.

Das Unternehmen wurde 1988 gegründet und ist als Eurospar Systempartner der Spar Österreichische Warenhandels-AG Zweigniederlassung St. Pölten. Daneben beschäftigt sich der Betrieb mit dem Handel mit Eisenwaren, Brennstoffen und Brennmaterial sowie Tabakwaren und verfügt über ein Cafe-Restaurant.

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Michael Fasching

Auf NÖN-Anfrage zeigte sich der Betreiber des Einzelhandelsbetriebes, Michael Fasching, geknickt: „Es ist kein Konkurs, sondern vorerst eine Insolvenzanmeldung. Wir wissen derzeit noch nicht, wie es weitergeht.

Vonseiten der Presseabteilung von Spar zeigt man sich Interessiert, dass der Standort erhalten bleibt. „Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten“, so Nicole Berkmann.

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