Aufbahrunghalle: Diskussion um Kosten. Mit zwölf zu elf Stimmen beschloss Volkspartei die finanzielle Unterstützung der Pfarre bei Baumaßnahmen.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 25. September 2017 (17:19)
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Die Aufbahrungshalle bietet nicht mehr genug Platz.

Die Aufbahrungshalle in Pöchlarn bietet nicht mehr genug Platz – Pfarrer Piotr Kastelik verfasste daher einen Brief an den Gemeinderat mit der Bitte um Mitfinanzierung an einer baulichen Lösung.

„Der Bau ist für Herbst 2018 angedacht und soll 550.000 Euro kosten“, berichtete VP-Stadtchef Franz Heisler in der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Die Gemeinde soll zwischen 200.000 und 250.000 Euro beitragen.“

Auf Verständnis stieß dieser Wunsch bei den Oppositionsparteien nicht: „Der Friedhof obliegt der Kirche“, spricht sich FP-Stadtrat Gerald Albrecht gegen eine Beteilung der Stadt aus. Auch sein FP-Kollege Karl Huber findet klare Worte: „Die Pfarre hebt ja auch die Gebühren für den Friedhof ein. Außerdem haben wir ja schon beim Parkplatz und der Kirche mitgezahlt.“ Rückendeckung erhält die FPÖ von Rot und Grün.

Heisler: "Maximal ein Drittel finanzieren"

Heisler macht auf die Besonderheit in Pöchlarn aufmerksam: „Normalerweise ist der Friedhof in öffentlicher Hand. Wenn wir sagen, dass uns das alles nichts angeht, kann auch die Pfarre sagen, dass sie der Friedhof nichts mehr angeht.“ Pöchlarn könne sich der Verantwortung nicht entziehen. „Ich schlage vor, dass wir maximal ein Drittel und höchstens 200.000 Euro finanzieren.“

Durch die Mehrheit der VP wurde dieser Beschluss gefasst. Zur Freude von Pfarrer Kastelik: „Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Hier geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, schließlich nutzen die Halle auch Nicht-Katholiken.“