Grüne zu Railjet-Halt: „Zeitfenster ist vorhanden“. Grünen sehen Möglichkeit für gewünschten Railjet-Stopp in Pöchlarn ab Dezember 2020. ÖBB dementieren und verweisen auf fehlende Kapazitäten auf der Strecke.

Von Markus Glück. Erstellt am 04. Oktober 2019 (03:45)
ÖBB/ Eisenberger

Es gibt Themen, die tauchen in regelmäßiger Widerkehr auf: Ein Klassiker dabei ist der Schnellzug-Stopp in Pöchlarn. Stets vor der Präsentation des neuen Fahrplans im Dezember ploppt der Wunsch wieder auf - bislang vergebens.

Mit den Änderungen des Fahrplans der Westbahn – künftig wird diese nur mehr die Hälfte der Züge einsetzen – erhofft sich die Grüne Jugend eine Umsetzung. „Die ÖBB ist deshalb sechs Minuten länger zwischen Amstetten und Pöchlarn unterwegs. Ein Zeitfenster, welches für den Halt in Pöchlarn genutzt werden kann“, betont Raphael Neuwirth von den Grünen.

Er hofft damit, dass Wien künftig in 45 Minuten von Pöchlarn aus erreicht werden kann. „Der Railjet-Halt in Pöchlarn ist ein wichtiger Schritt zu einem attraktiven Angebot. Daneben wünscht er sich, dass in Pöchlarn, Ybbs und Melk eine zentrale Busverbindung als Drehscheibe in der Region etabliert wird.

Unter einer Stunde in die Bundeshauptstadt

Mit Hinblick auf den Zugfahrplan 2020 zerstören die ÖBB und Pressesprecher Christopher Seif die Träume der Grünen: „In der Hauptverkehrszeit bietet der Mitbewerber weiterhin Zusatzzüge überlagert im Stundentakt an. Ein Halt in Pöchlarn ist daher nicht möglich.“

Seif betont aber auch, dass die Railjet-Züge im Abschnitt Wien – St. Pölten voll ausgelastet sind. „Es gibt de facto keine Kapazitäten“, sagt Seif. Eine Verbesserung soll es aber im neuen Fahrplan geben: Das Angebot an schnellen Rex-Zügen beschleunigt die Fahrzeit nach Wien auf unter eine Stunde.