Jetski-Tests auf der Donau

Erstellt am 25. Mai 2022 | 05:51
Lesezeit: 3 Min
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Aktuell testet die Firma Belassi an der kroatischen Adriaküste sowie auf einem bewilligten Gelände in Wörth ihre Jetskis.
Foto: Haunschmid
Klimaschutz-Ministerium informiert über Testfahrten auf Donau. Zorn bei Grünen.
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Eine Kundmachung des Klimaschutzministeriums sorgt bei den Pöchlarner Grünen für Verärgerung. In dem Schreiben vom 17. Mai informiert das Ministerium über einen Antrag der Belassi GmbH aus Leiben über geplante Jetski-Testfahrten im Bereich Donaubrücke flussabwärts in einem Bereich von 1,5 Kilometern. In der Kundmachung wird dabei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während der Testfahrten mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen ist. Bis Ende Juni wird über das Ansuchen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bis dahin kann zum Vorhaben eine Stellungnahme abgegeben werden. Erfolgt die Zustimmung, können die Testfahrten von 1. August bis Jahresende durchgeführt werden.

 Keine Tests am Wochenende

 Pöchlarns Bürgermeister Franz Heisler betont, dass die Tests zu keinen „unüblichen Zeiten“ stattfinden sollen. „Tagsüber gibt es auch Straßenlärm. Ich sehe den Antrag im Rahmen. Am Wochenende sind keine Tests erlaubt.“ Naturgemäß anderer Meinung ist Grünen-Gemeinderätin Alexandra Weldschek: „Pöchlarn will Tourismusstadt sein. Sollen künftig die Radler neben dem stinkenden Jungbunzlauer-Werk und den lauten Jetskis auf der Donau fahren?“ Daneben führt die Grüne auch das ökologische Problem für die Fische in der Donau an. „Ich verstehe diese Mehrbelastung für die Donau nicht. Hier handelt es sich um ein Luxusgut“, meint Weldschek, die auch kritisiert, dass die Thematik nicht in der vergangenen Gemeinderatssitzung besprochen wurde.

Beim betroffenen Unternehmen ist Marketing-Leiter Sergiy Borakoskyy auf Beruhigung der Situation bemüht. Er betont, dass die Beantragung für die Firma Belassi nur eine Option ist. „Zurzeit werden nur auf dem bewilligten Gelände in Wörth sowie in Kroatien am Meer Testfahrten durchgeführt“, sagt Borakoskyy. Die Teststrecke auf der Donau sei für das Unternehmen nur eine Option, falls, etwa durch Covid-Maßnahmen, eine Fahrt ins Ausland nicht möglich ist. „In diesem Fall können wir nicht sagen, wann und ob wir überhaupt Testfahrten auf der Donau durchführen“, erinnert er aber auch daran, dass die Bewilligung auch bereits im Jahr 2021 erteilt wurde.

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