Keine Ruhe um Reisebusse am Bahnhof. Besetzte Flächen bei P&R-Anlage sorgen weiter für Unmut. „Keine Auffälligkeiten“ bemerkte VP-Stadtchef bei Lokalaugenschein.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 19. Juli 2019 (04:56)
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Vergangene Woche ertappte Pendler Josef Hahn aus Marbach wieder einen Reisebus, der einen Parkplatz bei der P&R-Anlage beim Pöchlarner Bahnhof besetzte.

Frühmorgens um 4.30 Uhr platzte Josef Hahn aus Marbach vergangene Woche abermals der Kragen. Fast täglich pendelt er von seiner Heimatgemeinde aus nach Pöchlarn und dann per Zug in die Arbeit. Dass dabei immer wieder Reisebusse die Stellflächen der Park&Ride-Anlage am Bahnhof besetzen, sorgt bei ihm und anderen Pendlern für Unmut. Von der Parkplatzsuche genervt, meldete er sich abermals in der NÖN-Redaktion – mit einem Beweisfoto.

„Diesmal dürften die Besatzungen von vier Bussen im Hotel Moser-Reiter übernachtet haben, denn zwei von ihnen standen beim Hotel, einer Richtung Lagerhaus und eben einer auf der P&R-Anlage“, ärgert er sich über seine morgendliche Beobachtung. „Dieser Bus wird sicher nicht bis acht Uhr weg sein, denn die Schiffsgäste haben nicht so zeitig Tagwache. Dadurch finden die Pendler wieder keine Parkplätze“, argumentiert Hahn.

Alternativer Parkplatz für Busse im Gespräch

Mit der Pendler-Problematik konfrontiert, verweist Josef Heinreichsberger vom Hotel Moser-Reiter darauf, dass es vonseiten des Betriebs keine Park-Erlaubnis für Flächen, die nicht zu ihrem Areal gehören, gebe.

Zuständig für die Park&Ride-Anlage, die sich zwar auf einem Grundstück der ÖBB befindet, ist die Stadtgemeinde – und VP-Bürgermeister Franz Heisler machte sich vor Kurzem bei einem Lokalaugenschein ein Bild vor Ort. „Keine Auffälligkeiten“, bemerkte der Stadtchef bei seiner Runde um den Bahnhof.

„Ich denke, dass die Reisebusse die Parkplätze gegenüber der Schule nutzen. Mir sind auch keine weiteren Beobachtungen von Pendlern zugetragen worden“, erläutert Heisler. Wie die NÖN berichtete, werden jetzt neue Schilder bei der Einfahrt zur P&R-Anlage montiert, zudem ist ein alternativer Busabstellplatz in Bahnhofsnähe im Gespräch.