Pendler verpassen Züge: „Jedes Mal eine Misere“. Aufgrund einer Trassenzuweisung verpassen Pendler Anschlusszüge um Minuten. Ob sich Situation verbessert, wird sich erst Ende des Jahres beim Fahrplanwechsel zeigen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 24. Juli 2018 (03:50)
ÖBB

Fast jeden Freitag das gleiche Spiel: Wie die NÖN berichtete, ärgern sich die Schüler der HLUW Yspertal während der Schulzeit über ihren Heimweg vom Internat. Dabei können sie nämlich meist eine Stunde Wartezeit in Amstetten einplanen. Denn: Ihr Zug hat oftmals ein paar Minuten Verspätung, der Anschlusszug wartet nicht und fährt ihnen genau vor der Nase davon.

„Ich habe genau dasselbe Problem. Das ist jedes Mal eine Misere“, meldet sich Karl Kastenberger zu Wort. Der Salzburger pendelt mehrmals die Woche in den Bezirk Melk – und verbringt viele unfreiwillige Wartestunden am Amstettner Bahnhof.

„Sogar erst letzte Woche musste ich auf meinem Weg nach Pöchlarn wieder in Amstetten ausharren“, ärgert sich der Pendler. Laut Kastenberger hat sich die Situation vor allem seit dem letzten Fahrplanwechsel im Dezember verschlechtert. „Im Fahrplan fahren die Railjet-Züge nach Westen fünf Minuten früher ab, stehen dafür diese Zeit unnütz in St. Valentin und lassen einen Westbahnzug vorbeifahren. Das ist eine arge Fehlplanung“, erklärt der Salzburger.

Neuer Fahrplanwechsel im Dezember

Nachgefragt bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zeigt sich: Die Situation ist den Zuständigen bekannt. „Die Zeiten der Railjets mussten als Ergebnis der Trassenzuweisung angepasst werden. Manche Anschlüsse werden deswegen nicht mehr erreicht“, erklärt Pressesprecher Karl Leitner. Ob die Pendler auch in Zukunft über die Wartestunde klagen werden, bleibt abzuwarten. Im Dezember wird der neue Fahrplanwechsel präsentiert, konkrete Angaben kann die ÖBB laut Leitner noch keine machen.