Spannende Begegnung: Kokoschka, der Welteneröffner

Erstellt am 30. Juni 2022 | 06:04
Lesezeit: 2 Min
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Helene Bergner (Obfrau der Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn), Martina Spitzer (Theater- und Filmschauspielerin) Helmuth Neundlinger, Helga Köcher und Bernadette Reinhold (von links).
Foto: Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn
Was Helga Köcher von ihrem Großonkel Oskar Kokoschka fürs Leben lernte.
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Helga Köcher war 14, fast 15, als sie ihren Großonkel, den Ausnahmekünstler Oskar Kokoschka, zum ersten Mal gegenüberstand. „Im blauen Anzug, mit weißem Haar, den Spazierstock in der Hand. Es war wie ein frischer Windstoß herein in diese träge, fade Atmosphäre“, schrieb sie damals in ihr Tagebuch.

Köcher verschriftlichte die intensive Zeit, als sie 1956 Kokoschkas „Schule des Sehens“ in Salzburg besuchte. Damals war sie noch ein Teenager – heute ist Köcher über 80 Jahre alt, Malerin, Netzwerkerin, Aktivistin. Die Großnichte Kokoschkas war vergangenes Wochenende in Pöchlarn zu Gast, dort wo die Wurzeln ihres berühmten Verwandten liegen. Unter dem Titel „Family Affairs“ wurde aus Köchers Tagebüchern gelesen, danach folgte ein Gespräch. „Der Abend war eine gelungene Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung ‚Universum Kind’. Helga Köcher ist schließlich nicht nur Familienmitglied, sondern auch Schülerin Kokoschkas“, informiert Bernadette Reinhold, Leiterin des Oskar Kokoschka-Zentrums an der Universität für angewandte Kunst und Vorstandsmitglied der OK Dokumentation Pöchlarn.

„Die internationale Arbeitsatmosphäre in der Schule des Sehens und die lebendige Art Kokoschkas haben Köcher eine neue Welt eröffnet“, sagt Reinhold. Köcher, über 80 Jahre alt, Malerin, Netzwerkerin, Aktivistin. Dinge zu tun, Ideen umzusetzen: Das habe sie von ihrem Großonkel gelernt.

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