Pöchlarn

Erstellt am 23. Dezember 2018, 04:00

von Denise Schweiger

Stadt macht Weg für Jungbunzlauer frei. Pöchlarns Mandatare erteilen mehrheitlich Wegbenützungsrecht für geplante Zitronensäurefabrik in Bergern.

Die Firma Jungbunzlauer möchte im Au-Gebiet von Bergern (Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf) ein Zitronensäurewerk errichten.  |  Schweiger

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung erreichte die viel diskutierte Causa Jungbunzlauer rund um ein geplantes Werk auf den Gemeindegebieten von Leiben und Zelking-Matzleinsdorf auch die Nibelungenstadt. Während die Gegenbewegung „Ritter der Au“ und auch jüngst die Gemeinde Emmersdorf mittels Resolution dem Konzern Steine in den Weg legten, zeigen sich die Pöchlarner Mandatare kooperativer.

Die Stadt macht der Firma Jungbunzlauer nämlich buchstäblich den Weg frei: Für die Umweltverträglichkeitsprüfung muss das Unternehmen Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten bekannt geben. Dabei führt der Weg etwa auch durch Pöchlarn. „Es geht um die Lasselsbergerstraße und die Benützung des dortigen Güterweges, der in Richtung Damm verläuft“, erläuterte VP-Stadtchef Franz Heisler im Sitzungssaal. „Warum ist das jetzt schon fällig? Bislang hieß es immer, sie sind noch in der Evaluierungsphase“, fragte Grünen-Gemeinderätin Alexandra Weldschek skeptisch in die Runde. „Dabei handelt es sich um eine Angabe, die sie im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung machen müssen. Die Zu- und Abfahrt zu regeln, gehört zu den Planungsarbeiten“, legte der Bürgermeister dar.

Als erklärte Gegnerin des Bauvorhabens sprach sich Weldschek beim Votum als Einzige gegen die Wegbenützung aus. Der VP-Gemeinderat Benjamin Wippel-Fasching enthielt sich der Stimme. „Aufgrund meiner persönlichen Einstellung und meiner Funktion als Umweltgemeinderat“, begründete er gegenüber der NÖN. Das Benützungsrecht des Weges kommt nur dann zustande, wenn die Firma einen positiven Baubescheid erhält.