Karg trotz Aufschwung?. Trotz steigender Tourismuszahlen dank Radfahrern und einem Plus an Schiffstouristen gerät die Pöchlarner Donaulände samt Anlegestelle immer wieder in die Kritik.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 17. September 2019 (03:00)
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Die Anlegestelle in Pöchlarn sorgt immer wieder für Diskussion in der Nibelungenstadt.

Den noch recht sommerlichen Herbst nutzte ein Radfahrer aus dem Bezirk St. Pölten-Land (Name der Redaktion bekannt) vor Kurzem für eine Rundfahrt entlang des Donauradwegs. Von der Kulisse Pöchlarns zeigte er sich wenig begeistert.

„Das soll die Nibelungenstadt sein? Vom Radweg aus macht sie einen sehr kargen Eindruck“, meldete er sich in der NÖN-Redaktion. Er vermisse „die Liebe zum Detail“ bei der Gestaltung der Donaulände rund um Pöchlarn. „Wenig bis gar keine Schilder oder Bänke, von Weitem wirkt die Stadt wie ein großes Industriegebiet. Das macht kein gutes Bild“, findet er.

Steigende Tourismuszahlen

Die Donaulände und der Bereich rund um die Anlegestelle geraten immer wieder in die Kritik. Das weiß auch der für den Tourismus zuständige VP-Stadtrat Martin Schwameis. Dabei freut sich Pöchlarn über steigende Tourismuszahlen: Einerseits floriert der Radtourismus, andererseits profitiert die Stadt vom aufkeimenden Schiffstourismus. Im Juli und August 2018 waren es rund 150 Leute, die von der Pöchlarner Anlegestelle aus an Bord der „MS Kaiserin Elisabeth“ gingen.

Zahlen über die diesjährigen Passagiere gibt es laut Schwameis noch keine. Auf Gespräche und Planungen rund um „Lände“ und Anlegestelle verweist der Stadtrat indes: „Um die Gestaltung der Donaulände kümmert sich ein eigener Arbeitskreis aus dem Stadterneuerungsprozess. Über die Gestaltung der Anlegestelle jetzt zu sprechen, macht keinen Sinn.“

Die Krux an der Sache: Solange nicht die Frage um die mögliche Verlegung der Anlegestelle in Richtung Stadtzentrum geklärt ist, wird das Ambiente nicht umgestaltet. Im Vorjahr kündigte Schwameis etwa auch eine besetzte Infostelle an. Umgesetzt wurden die Pläne bis dato nicht. „Info-Material bekommen Touristen etwa im OK-Haus“, meint er.