Verein gibt Tieren vorerst ein Zuhause

Während der Lockdowns waren Haustiere sehr gefragt. Nun sind Tierheime überfüllt, Pöggstaller Verein nimmt Tiere bei sich auf.

Lisa Schinagl Erstellt am 22. September 2021 | 03:50
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Diese Katze ist eine von vielen, die beim Tierschutzverein Pöggstall vorübergehend untergebracht und weitervermittelt wird.
Foto: privat

Egal ob Katze, Hund oder Kaninchen: Während der Lockdowns sehnten sich viele nach einem flauschigen Kumpanen. Als die ersten Lockerungen kamen, klopfte aber bald wieder der Alltag an die Tür. Und so stoßen mittlerweile die Tierheime und Gnadenhöfe an ihre Grenzen.

„Wir sind am Limit“, sagt St. Pöltens Tierheimleiter Davor Stojanovic. „Täglich kommt eine neue böse Überraschung. Unsere Krankenräume und Zimmer sind voll. Der Bereitschaftsdienst ist fast durchgehend im Einsatz. In den letzten 26 Jahren hier habe ich so etwas noch nicht erlebt.“ Covid habe zudem für einen Einbruch bei den Spenden gesorgt.

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Vielen Fellnasen aus Tierheimen konnte durch das Engagement des Pöggstaller Tierschutzvereins ein neues Zuhause beschert werden. Obfrau Elisabeth Gmach-Mittermayer erklärt, dass die Pandemie die Arbeit des Vereins aber kaum änderte: „Wir haben immer das gleiche Thema.“ Damit meint die Obfrau vor allem das Problem von unkastrierten Katzen. Wenn streunende Katzen gefunden werden, die nicht kastriert sind, sollen sich die Menschen an den Tierschutzverein wenden. Dabei sei die Sorge über die Kosten der Kastration unberechtigt: „Die Kosten für die Tierärzte übernehmen wir.“

Seit der Gründung 1.000 Tiere betreut

Der Verein kümmert sich außerdem um „Findlingstiere“. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2010 betreute, behandelte und vermittelte der Tierschutzverein Pöggstall bereits zahllose Tiere weiter: „Wir haben seither über 1.000 Tiere betreut“, gibt sie Einblick.

Streunende Katzen finden vorübergehend bei Vereinsmitgliedern ein Zuhause, Hunde werden in einer Pflegestelle in Pöggstall untergebracht. Ein besonderes Anliegen ist Gmach-Mittermayer, dass „sich Menschen nicht scheuen, etwa ein verletztes Tier zum Tierarzt zu bringen“ und spielt damit wieder auf die Kosten an, die vom Tierschutzverein getragen werden. „Die Kosten für private Tiere werden aber nicht vom Verein gedeckt“, schildert sie.

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