Wo die „Texaner“ grasen. Als Pioniere in der Zucht von „Texas Longhorn-Rinder“ hat sich das Ehepaar Hamersky in Pöggstall mittlerweile internationalen Ruf verschafft.

Von Claudia Christ. Erstellt am 15. August 2017 (04:00)
privat
Züchter Micha Hamersky setzt seit rund zehn Jahren auf seine „Texas Longhorn“-Rinder.

Wer den „tut gut“- Weg in Pöggstall entlang wandert, der trifft auf ganz besondere Gesellen: nämlich auf die Texas Longhorn-Rinder der Familie Hamersky. Bis zu 23 reinrassige Rinder grasen hier und lassen sich die saftigen Kräuter und Gräser schmecken. Seit rund zehn Jahren hat sich das Ehepaar auf die Züchtung dieser edlen Rinderrasse spezialisiert.

Alles begann mit einem Praktikum in Amerika: „Da bekam ich erstmals den Einblick in den Wilden Westen und die Arbeit mit Tieren auf eine sehr naturnahe und nachhaltige Weise“, erinnert sich Züchter Micha Hamersky.

Nicht nur in Österreich gefragt

Im Jahr 2010 war es dann endlich so weit: Micha konnte seine ersten zwei Rinder in Österreich begrüßen. Mittlerweile hat der Pionier neben seiner Ehefrau auch viele Züchter und Fleischliebhaber mit seiner Leidenschaft für diese besondere Rasse angesteckt. Die von ihm gezüchteten Jungtiere sind nicht nur in Österreich, sondern auch international gefragt. „Kaum ist ein Kälbchen auf der Welt, ist es auch schon verkauft“, berichtet Ehefrau Elisabeth, die darauf Wert legt, dass jedes Tier einen Namen bekommt.

Dennoch ist eines klar: Schussendlich landet jedes Rind einmal am Teller, denn das Fleisch dieser sehr langsam wachsenden und genügsamen Tiere ist saftig, feinfasrig und besonders bei Grillexperten und Gourmets gefragt. „Unsere Rinder werden ab dem ersten Lebensjahr mit Heu, Gras und nur ganz wenig Silo gefüttert“, erklärt Elisabeth Hamersky die hohe Qualität.

Typisches Merkmal der Tiere sind die langen Hörner. Besonders in Anbetracht der in letzter Zeit aufgetretenen Kuhattacken könnten die auf so manchen vorbeiziehenden Wanderer beängstigend wirken. Diese Bedenken kann das Ehepaar aber aus dem Weg räumen. „Unsere Rinder schauen vielleicht etwas wild aus, sind aber die Friedfertigsten, die ich kenne“, so die Hausherrin. Den Beweis erbringen zahlreiche Familien mit Kindern, die immer wieder kommen, um die „Texaner“ auf ihrer Weide in Pöggstall zu besuchen.