Strafen für Parksünder beim Melker Bahnhof. Ab dieser Woche werden Flugzettel mit Infos an die parkenden Autos geheftet. Wer dann noch ohne ÖBB-Fahrschein parkt, wird zur Kasse gebeten.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 05. September 2017 (05:00)
Gleiß
Schon jetzt weist ein Info-Schild die P&R-Benutzer auf die rechtlichen Bedingungen hin.

Wer als ÖBB-Kunde an einem Wochentag in der Früh einen Parkplatz auf der Park&Ride-Anlage beim Melker Bahnhof sucht, ist oftmals frustriert. Der Grund: Auch Personen, die nachher weder Zug noch Bus nutzen, belegen die begehrten Parkplätze. Stadt und ÖBB sagen nun Parksündern den Kampf an.

„Es gab immer mehr Beschwerden bei den ÖBB, dass die P&R-Anlage zu klein ist“, berichtet VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann. Da nun vorerst ein Ausbau der Anlange nicht möglich ist (die NÖN berichtete), und die Installierung eines Schrankens an der Ein- und Ausfahrt eine Umstellung des österreichweiten Ticketsystems bedeuten würde, werde die Stadt nun die Parker prüfen. Das wird mit Kontrollen an der Aus- und Zufahrt passieren. „Das Ganze werden wir langsam initiieren“, betont Kaufmann.

Widerrechtlich Parkende müssen 25 Euro zahlen

Mit Anfang der Woche werden Flugblätter mit Informationen an die Parker verteilt. „Später stehen zusätzlich Kontrolleure an den Ein- und Ausfahrten und überprüfen, ob die Parkplatz-Nutzer auch einen Fahrschein besitzen. Wenn nicht, wird gestraft.“

Bis zu 100 Euro Strafe sehen die ÖBB für Parksünder vor. Kontrolle und Strafrahmen unterliegen jedoch der Hoheit der Stadt Melk. „Der Strafrahmen wird sich daher vermutlich an den Parktickets der Stadt orientieren und 25 Euro betragen“, erklärt Kaufmann.

Übrigens, wer denkt, einer Strafe durch einfaches Vorbeifahren an den Kontrolleuren zu entgehen, irrt. „Dann wird das Fahrzeug fotografiert und eine Besitzstörungsklage eingebracht. Die ist deutlich kostspieliger.“ Die Kosten für die Kontrolle trägt die Stadt.