Melker bei 2 Minuten 2 Millionen: „Nichts erschummelt“. Weil Philipp Tirmann als Puls4-Mitarbeiter bei Show mitmachte, hagelte es Kritik. Der NÖN erklärt er die Situation.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 06. März 2018 (04:50)
Philipp Tirmann hatte mit „Schnabli“ bei „2 Minuten 2 Millionen“ Erfolg.
Gerry Frank

Mit seiner Inhalierhilfe für Kinder „Schnabli“ war der gebürtige Melker Philipp Tirmann bei der Puls4-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Ein Juror investierte 150.000 Euro, außerdem ist „Schnabli“ nun auch bei BIPA zu haben. Durchwegs positiv waren die Reaktionen auf den Erfolg allerdings nicht.

"Gleichen Chancen wie jeder andere auch"

Bereits am Tag nach der Ausstrahlung prangerte das Online-Medium „oe24.at“ den Erfinder an: „Schummel-Alarm bei Puls4-Start-up Show“ und auch einen Shitstorm auf Facebook habe es gegeben. Der vermeintliche Grund: Tirmann arbeitet bei Puls4. Daraus hat der Start-up-Gründer aber nie ein Geheimnis gemacht: „Ich habe mich bei der Sendung ganz normal beworben, hab wie jedes Start-up mein Casting gemacht und hatte die gleichen Chancen wie jeder andere auch. Das Investment unterstreicht auch, dass es mein Produkt verdient, dort präsentiert zu werden“, will er von Schummelei nichts wissen. 

„Auch einen Shitstorm hat es nicht gegeben. Es waren drei Kommentare unter einem Video. Wobei das erste von einem Fake-Profil kam.“ Der Melker findet die Aufregung traurig, rückt damit doch der positive Aspekt seiner Erfindung in den Hintergrund: „Schnabli ist ein Produkt, das Kindern hilft. Der Sender hat keine Verbindungen zu meiner Firma und ich achte bewusst auf eine strikte Trennung.“ Hinter „Schnabli“ stecke laut Tirmann vor allem eines: „Harte Arbeit von der Idee bis zum fertigen Produkt. In meiner Freizeit.“

Das bestätigt auch Puls4: Die Nebentätigkeit von Tirmann sei genehmigt worden und die Entscheidung, welche Unternehmen in die Show kommen, obliege einem einheitlichen Prozess.