Schulden in Ybbs minimiert

Erstellt am 14. Mai 2022 | 07:34
Lesezeit: 3 Min
Akten Finanzen Geld Budget Symbolbild
Foto: shutterstock.com; smolaw
Stadt senkt Schulden um 1,2 Millionen Euro. Großes Minus bei Freizeitzentrum.
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Einen Erfolg vermeldet SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner in der vergangenen Gemeinderatssitzung bei der Vorstellung des Rechnungsabschlusses. „Wir haben uns zusammengesetzt und geschaut, wie wir den Haushalt konsolidieren können. Das ist uns geglückt“, freut sich Schachner. So beläuft sich das Nettoergebnis auf etwas mehr als eine Million Euro, das Plus im Finanzierungshaushalt liegt bei 326.000 Euro. Das verfügbare Haushaltspotenzial beziffert Schachner auf knapp 236.000 Euro. „Wir haben positiv gewirtschaftet und können erstmals ein positives Haushaltspotenzial vorweisen“, sagt Schachner.

Lob gab es dafür auch von der ÖVP, die seit Jahren auf eine gemeinsame Besprechung bezüglich des Budgets gedrängt hat. „Man sieht, was man mit Sachpolitik schafft, wenn man von der Showpolitik abweicht. Dieses Ergebnis haben wir gemeinsam geschafft“, kann sich ÖVP-Stadtrat Gert Kratzer eine Spitze auf Schachners Vorgänger als Bürgermeister, Alois Schroll, nicht verkneifen. Er mahnt aber, auch in Zukunft gemeinsam an den Finanzen zu arbeiten. „Schauen wir, dass wir gemeinsam in die richtige Richtung gehen“, antwortet Schachner. Reduziert wurden auch die Schulden: Diese sanken von 24,1 Millionen Euro auf 22,9 Millionen Euro.

Während der Rechnungsabschluss ein positives Ergebnis liefert, sieht es bei den Bilanzen der Wirtschaftsbetriebe aber deutlich anders aus. Zwar gibt es im Bereich der Bestattung ein Plus von knapp 43.000 Euro, dafür fällt das Minus im Bereich Veranstaltungen/ Stadthalle sowie beim Freizeitzentrum deutlich in den sechsstelligen Bereich. Das Minus von knapp 307.000 Euro bei den Veranstaltungen argumentiert Schachner mit der Corona-Pandemie und dem Ausfall zahlreicher Veranstaltungen. „Die Stadthalle war lange Zeit nicht offen, die Ybbsiade auf zwei Jahre aufgeteilt“, hofft Schachner auf Besserung.

495.000 Euro Minus bei Freizeitzentrum

Beim Freizeitzentrum fällt das Minus mit 495.000 Euro, um 105.000 Euro mehr als im Jahr davor, noch deutlicher aus. „Die ÖVP hat schon öfter auf die Baustelle Freizeitzentrum, aber auch auf die Probleme bei den Verkehrsbetrieben, hingewiesen. Wir müssen hier gegensteuern“, mahnt Kratzer. Im Hinblick auf die Stadthalle zeigt sich die ÖVP skeptisch, ob sich das einst vorgelegte Finanzierungskonzept ausgeht: „Dieses Jahr ist leider genauso gestartet wie vergangenes. In den ersten beiden Monaten gab es keinen Betrieb.“ Den schlechten Jahresstart bestätigt auch Schachner: „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es auf Schiene bringen.“

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