Neue Drehleiter: Rettung bis in 32 Meter Höhe möglich. Ganze Region Mank beteiligt sich an Ankauf für Drehleiter zur Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Von Michael Bouda. Erstellt am 12. Januar 2020 (06:29)
FF-Stockerau

Ein Jahr lang haben die Verhandlungen gedauert, mittlerweile ist es fix: Die Region Mank bekommt eine eigene Drehleiter – am Bild zu sehen. „Wenn wir bisher eine Drehleiter gebraucht haben, mussten wir warten, bis diese, zum Beispiel aus Melk, kommt. Dadurch konnten wir nicht zu 100 Prozent arbeiten“, hebt Abschnittsfeuerwehrkommandant Franz Hiesberger die Notwendigkeit hervor.

Hiesberger war zusammen mit Bezirksfeuerwehrkommandant Roman Thennemayer maßgeblich an der Anschaffung des Feuerwehrfahrzeugs beteiligt. Alle acht Gemeinden der Region – Mank, St. Leonhard, Ruprechtshofen, Kilb, Bischofstetten, Hürm, Kirnberg und Texingtal – sowie alle 13 Feuerwehren haben sich zusammengetan, um die Drehleiter anschaffen zu können. Diese wird gebraucht von der FF Stockerau angekauft. 100.000 Euro sind dafür aufzubringen – eine deutliche Ersparnis im Vergleich zum Neupreis von 800.000 Euro. Die acht Gemeinden, nach Bevölkerungsschlüssel aufgeteilt, übernehmen zwei Drittel der Kosten, die Wehren ein Drittel.

21 Jahre ist die auf eine Höhe von 32 Metern ausfahrbare Drehleiter in Betrieb. „Bei einer Überprüfung durch das Land Niederösterreich wurde der Zustand mit 99 Prozent bewertet. Die Drehleiter steht da wie neu“, erzählt Hiesberger. Hervorzuheben sei außerdem, dass sämtliches Inventar – von den Bedienelementen bis zum Notstromaggregat – im Kaufpreis inkludiert sind. Hiesberger: „Es entstehen keine zusätzlichen Kosten – die Drehleiter ist betriebsbereit.“

Mank wird Standort der Drehleiter

Stationiert wird das neue Fahrzeug in Mank sein. Dies deshalb, weil Mank aufgrund großer Gebäude, wie die Neue Mittelschule oder das Marienheim, am ehesten auf die Drehleiter angewiesen sein könnte. „Außerdem, weil Mank relativ zentral liegt“, sagt Stadtchef Martin Leonhardsberger (VP). Mank übernimmt daher auch ein Viertel der jährlichen Erhaltungskosten von 8.000 Euro. Ein weiteres Viertel entfällt auf die FF Mank, die Hälfte wird unter den zwölf verbleibenden Wehren aufgeteilt.

Als Standortwehr werden auch die Manker Florianis – zumindest zwei bei jedem Einsatz – für Lenken und Bedienung zuständig sein. Zwei Tage lang erfolgt dafür eine Einschulung in Stockerau durch die dort ansässigen Kollegen, einen Tag lang wird in Mank mit den örtlichen Gegebenheiten trainiert. Kameraden aller anderen zwölf Wehren können sich für Einsätze mit der Drehleiter ausbilden lassen.

Ab August wird sie zur Verfügung stehen. „Mit der Drehleiter können wir die Sicherheit der Bevölkerung noch besser gewährleisten“, freut sich Roland Pichler, Kommandant der FF Mank, über das Höhenrettungsgerät, das vor allem zur Menschenrettung und bei der Brandbekämpfung zum Einsatz kommen soll. Nun sei man für die nächsten Jahre gerüstet. Hiesberger: „Damit werden wir sicher die nächsten zehn bis 15 Jahre das Auslangen finden.“