Erste Veranstaltungs-Absagen schmerzen. Bischofstettner und Kemmelbacher FF-Fest können aufgrund Coronakrise nicht stattfinden. Auch Kilber „musiktheaterfrühling“ muss dieses Jahr aussetzen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 01. April 2020 (03:12)
Der Kilber „musiktheaterfrühling“ von Bernhard Thain und Co. entfällt. Hannes Lechner von der FF Bischofstetten bedauert Absage der „3 gemütlichen Tage“.
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Das erste Feuerwehrfest im Jahr findet traditionell in Bischofstetten statt. Die Schutzmaßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie haben nun aber die Absage des Feuerwehrfest-Auftakts in Kemmelbach und Bischofstetten zur Folge.

Eine Woche nach Ostern hätten die „drei gemütlichen Tage“ stattgefunden. „Uns war schnell klar, dass wir das Feuerwehrfest nicht veranstalten können – die Feuerwehr hat auch eine Vorbildwirkung“, sagt der Bischofstettner Kommandant Hannes Lechner im Gespräch mit der NÖN. Die Absage ausgerechnet in diesem Jahr ist ein herber Schlag für die Marktgemeinde. „Es ist natürlich ein schlechter Zeitpunkt“, sagt Bischofstettens VP-Bürgermeister Werner Nolz.

„Weil wir 2019 das Dorfzentrum, in dem sich auch das neue Feuerwehrhaus befindet, fertiggestellt und das neue Tanklöschfahrzeug angeschafft haben. Da hätten wir das Geld aus dem Fest gut brauchen können.“ Auch Lechner spricht davon, dass es „für uns natürlich kein Vorteil“ sei. Einig ist man sich aber auch, dass die Maßnahmen notwendig sind. Stellvertretend Nolz: „Keine Frage – die Gesundheit geht vor.“ Bitter ist die Absage des Festes, das rund 5.000 Menschen jährlich anzieht, auch deshalb, weil damit der „Parallel-Kuppel-Cup“ entfällt. Rund 100 Gruppen aus fast ganz Österreich und mehreren Nachbarländern nehmen normalerweise daran teil.

Auch das Fest der Feuerwehr Kemmelbach fällt ins Wasser. Dieses hätte von 17. bis 19. April über die Bühne gehen sollen. Aus Schutz für die Mitmenschen entschieden sich die Silberhelme, diese Veranstaltung schon früh abzusagen. „Wir haben immer so um die 2.000 Besucher und hätten auch heuer wieder gute Bands engagiert“, erklärt FF-Kommandant Johannes Scheuch. Jetzt heißt es warten auf 2021.

Nicht verschont von den Maßnahmen bleibt auch der „musiktheaterfrühling“ in Kilb. Alle Veranstaltungen des Festivals von 18. bis 26. April müssen abgesagt werden. „Wir haben bis zum Freitag, 13. März, an allen drei Eigenproduktionen parallel gearbeitet, geprobt – die Vorfreude war groß“, bedauert Bernhard Thain, der musikalische Leiter des Festivals, die Absage. Vor allem der Ausfall der größten Produktion, „Verdi trifft das Biest“, schmerzt. Kathi Strommer, Programmverantwortliche: „Mit über 60 Mitwirkenden wäre diese Produktion etwas ganz Tolles geworden. Drei Arrangeure haben gleichzeitig am musikalischen Programm gearbeitet, welches das Publikum nach Ostern in den Bann ziehen sollte.“