Primärversorgungsnetzwerk: Kilb macht das Rennen. Ärzte entschieden sich für Kilb als Standort des erweiterten Teams des geplanten Primärversorgungsnetzwerks. Für die Gemeinde ein doppelter Gewinn.

Von Michael Bouda. Erstellt am 27. Februar 2020 (04:23)
In der ehemaligen Schlecker-Filiale im Kilber Ortszentrum soll das erweiterte Team des Primärversorgungsnetzwerks auf rund 220 Quadratmetern seinen Platz finden.
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Die Würfel sind gefallen: In Kilb soll das erweiterte Team des geplanten Primärversorgungsnetzwerks, von Physiotherapeuten bis Hebammen, beheimatet sein. „Es wurde beschlossen, dass Kilb der geplante Standort ist“, bestätigt Kurt Weissenborn, Gemeindearzt in Kilb, der federführend an der Entwicklung des Netzwerks beteiligt war (die NÖN berichtete).

Mehrere Orte des sieben Gemeinden umfassenden Pionierprojekts hatten ihr Interesse, Standort des erweiterten Teams zu werden, bekundet. „Von der Lage und der Größe her waren St. Leonhard, Mank und Kilb in der engeren Auswahl“, schildert Weissenborn. Den Ausschlag gaben schließlich die finanziellen Mittel. „Die Entscheidung fiel aufgrund der Förderzusagen.“

Zusammen 100.000 Euro investieren die beteiligten Gemeinden über die kommenden fünf Jahre für den Aufbau, noch einmal 100.000 Euro nimmt Kilb als Startförderung, wiederum auf fünf Jahre aufgeteilt, in die Hand. Und damit schlägt die Marktgemeinde zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn die Gesundheitsdienstleister sollen in die ehemalige Schlecker-Filiale einziehen, was zur forcierten Belebung des Ortskerns beiträgt.

Roitner: „Schaffen die Rahmenbedingungen“

„Es freut uns, dass wir von der Gemeinde her die Rahmenbedingungen schaffen“, sagt VP-Ortschef Manfred Roitner zum entsprechenden Beschluss, den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitag vergangener Woche fällte.