Suche nach Pferd „Davi“: Aufgeben keine Option

Vor einem Monat brach „Davi“ aus seiner Koppel in Hürm aus. Weiterhin fehlt jede Spur von dem Oldenburger-Wallach.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:27
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Nach wie vor ist „Davi“ vermisst. Identifizierbar ist er unter anderem an den Bein-Abzeichen und einem weißen Strich am Widerrist.
Foto: privat

„Erst am Sonntag haben wir wieder Felder durchkämmt“, seufzt Edeltraud Berthold. Seit über vier Wochen – seit 24. Oktober – ist der Oldenburger-Wallach der Familie – „Davi“ – abgängig, nachdem er aus seiner Koppel in Hürm ausgebrochen war (die NÖN berichtete). Unzählige Suchaktionen mit vielen freiwilligen Helfern in der gesamten Region und in den angrenzenden Bezirken St. Pölten-Land und Scheibbs brachten bisher keinen Erfolg.

An ein Aufgeben denkt die Familie aber keineswegs. „Abschließen kann man mit dem nicht – zumindest die nächsten zehn Jahre nicht“, betont Berthold und verweist darauf, dass „Davi“ dann 30 Jahre alt wäre.

Gleichzeitig schwindet die Hoffnung, „Davi“ noch bei einer Suchaktion zu finden – man habe bereits alles durchforstet und auch die meisten Felder seien bereits geerntet. Daher hält Berthold drei Szenarien für wahrscheinlich: Entweder das Pferd ist bereits verstorben und liegt an einem Ort, wo es nur schwer gefunden werden kann, jemand aus der Umgebung hat „Davi“ zu Fuß mit nach Hause genommen und weiß bisher nicht, dass er gesucht wird, oder der Wallach wurde gestohlen und ist bereits im Ausland. „Das wäre furchtbar – weil er nicht nur bereits alt ist, sondern auch krank. Er leidet an Spat, Arthrosen und Narkolepsie“, ist es für Berthold wichtig darauf hinzuweisen, dass „Davi“ für mögliche Diebe wertlos ist.

In der Region hängen zahlreiche Flugblätter. Auf „Davi“ ist ein Finderlohn von 2.000 Euro ausgeschrieben.