Berufsfotografen-Award: Vierfach ausgezeichnet. Hinter der Kamera, vor dem Vorhang: Caroline Schmidlechner aus Bischofstetten, die Kilberin Marcella Wallner und Leo Fellner aus Kirnberg sind preisgekrönte Fotografen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 15. September 2021 (04:45)

160 Fotografen maßen sich in zehn Kategorien beim niederösterreichischen Berufsfotografen-Award. Bei der Preisverleihung im Schloss Ottenstein konnte die Region Melk mit drei Preisträgern aufwarten – noch dazu mit zwei ersten Plätzen.

Für die beste Aufnahme im Bereich Hochzeitsfotografie wurde Caroline Schmidlechner aus Bischofstetten ausgezeichnet. Die gebürtige Tirolerin kam unverhofft im Rahmen ihrer Ausbildung als Grafikerin hinter die Kamera und ist auf Hochzeits-, Neugeborenen- und Familienfotografie spezialisiert. „Alles, was schön ist, was positiv ist“, erzählt Schmidlechner mit einem Lächeln.

Was zeichnet ihre Fotografie aus? „Wenn man mit dem Herz dabei ist und es mit Liebe macht, braucht man gar nicht mehr“, schildert sie. Besondere Momente und damit die Erinnerung festzuhalten, liegt ihr am Herzen. Und sie ist dankbar, dies beruflich tun zu können und dafür nun auch ausgezeichnet worden zu sein: „Ich bin sehr glücklich über den ersten Platz beim Berufsfotografen-Award.“

Drohnenaufnahme prämiert

Ebenfalls den ersten Platz konnte Marcella Wallner aus Kilb bejubeln. Mit ihrer Drohnenaufnahme eines Freundes in dessen Mähdrescher gewann sie in der Kategorie Industriefotografie. Bereits 2018 wurde Wallner für das beste Werbefoto ausgezeichnet. „Ich habe eine Riesenfreude damit. Ich hatte nicht damit gerechnet und war erstaunt, dass ich nochmal gewinne“, strahlte Wallner.

Gleich zwei Preise nahm Leo Fellner aus dem Waldviertel mit nach Hause. Der Kirnberger, der mit Fachkameras arbeitet, holte mit seiner Aufnahme des Gosausees in der Kategorie Landschaft und Tourismus den zweiten Platz, seine Aufnahme der Fischsuppe im Gasthof Weißes Rössl in Mühldorf kam in der Kategorie Food Photography auf Rang drei.

„Ich war total überrascht und es hat mich natürlich sehr gefreut“, erzählt der bereits mehrfach ausgezeichnete Fotograf. Die Food Photography, also das Fotografieren von Essen, sei eine ganz besondere Disziplin. „Jeder Koch ist ja in gewisser Weise auch ein Künstler. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Da sind dann zwei künstlerische Disziplinen am Werk“, schildert der Kirnberger.