Causa Jungbunzlauer: Es wird ernst!. Umweltverträglichkeitsprüfung läuft. Alle Gutachten werden demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 31. Juli 2019 (05:49)
Der Wettlauf um die Au bei Bergern (Zelking-Matzleinsdorf) geht in die nächste Runde.
Haslinger

Nächste Etappe in der „Causa Jungbunzlauer“: Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die geplante Zitronensäurefabrik in Bergern (Zelking-Matzleinsdorf) ist im Gange, alle Gutachten werden vom Land kontrolliert. Das Ergebnis: die Vollständigkeitserklärung, die auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Noch dauert es aber ein bisschen, bis das Sammelsurium auf den Gemeindeämtern von Leiben und Zelking-Matzleinsdorf aufgelegt wird. „Das liegt natürlich auch in der Natur des Verfahrens“, erläutert Josef Gaß von der Firma Jungbunzlauer. Rund acht Monate hat etwa die Gutachtenerstellung vor Ort in Anspruch genommen. „Alleine 400 Seiten umfasst die Untersuchung in Hinblick auf die Lichtemissionen“, informiert er.

Sobald die öffentliche Auflage stattfindet, möchte er zu einem Info-Event laden. „Allerdings nicht in der Form, wie wir es sonst gemacht haben. Frontalvorträge sind meiner Ansicht nach nur ein Forum für die Projektgegner“, plant Gaß eine Art Stationenbetrieb, bei der Interessierte mit den Gutachtern direkt in Kontakt treten können. Gegenwind ortet Gaß „mittlerweile nur mehr von den üblichen Verdächtigen“, den Projektgegnern „Ritter der Au“ und den Grünen. „Für mich Minderheiten“, berichtet er von wenig Interesse beim letzten Info-Event in Melk. Auch VP-Bürgermeister Gerhard Bürg nimmt die Melker Grünen ins Visier.

 Seitenhieb auf die Melker Grünen

 „Prinzipiell finde ich es gut, dass es Kritiker gibt. Vor allem der Punkt mit der Grundwasserentnahme hat mich auch beschäftigt, aber der hat sich ja als null und nichtig herausgestellt“, argumentiert Bürg.

Dass sich die Melker Grünen in der Causa so stark zu Wort melden, sorgt bei ihm für Unverständnis. „Bei der Melker Südspange ist eine große Gewerbefläche geplant. Dass dort wahrscheinlich rund 100 Quadratmeter verbaut werden, scheint sie nicht allzu sehr zu kümmern, da hab ich noch nie ein kritisches Wort gehört oder gelesen.“

Mit Bürgs Aussagen konfrontiert, verspricht Grünen-Chefin Bettina Schneck einen genauso kritischen Blick bei diesem Projekt. „Wir schimpfen und schreien aber sicher nicht im Vorfeld. Es gibt auch bei Betriebsgebieten klimafreundliche Wege, man weiß ja noch gar nicht, was dort geplant ist“, kontert Schneck.