Excalibur-Comeback: Schlangestehen für die Kult-Disco

Erstellt am 14. September 2022 | 05:53
Lesezeit: 4 Min
Die Ybbser Disco Excalibur feierte vergangenes Wochenende Neueröffnung. Die NÖN war für einen Lokalaugenschein vor Ort.
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Das rot-blau leuchtende Logo und die Laserstrahlen in den Himmel lockten schon von weitem, ebenso der Bass und feierfreudige Gäste: Am vergangenen Freitag feierte die Kult-Disco Excalibur seine Neueröffnung. Früh in den Partyabend zu starten war dabei allem Anschein nach die Devise: Denn bereits um 21 Uhr tummelten sich begeisterte Partytiger vor dem Excalibur, umgangssprachlich „Ex“ genannt. So manchen trieb die Neugier, ob denn die Disco noch an frühere Glanzzeiten anknüpfen kann. Für andere war es der Erstbesuch im Ybbser Kultlokal. Die Vorfreude stand den Gästen quer durch die Bank jedenfalls schon ins Gesicht geschrieben, auch, wenn sie Schlangestehen mussten.

Hat man den Weg in den Innenbereich gefunden, dann gibt es zwei Optionen: das Exl-Stadl oder die Disco. Festlich-feierlich ging es im Exl-Stadl zu, welches vorher einen Hip-Hop-Floor beheimatete.

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Gute Stimmung, volle Tanzfläche: Das Eröffnungswochenende war gut besucht.
Foto: Schinagl

In der Disco heizten ein DJ-Duo mit einem Potpourri aus den verschiedensten Genres ein. Lange blieb die kreisrunde Tanzfläche nicht leer, denn als der Nebel einsetzte und die Lichter immer farbenfroher wurden, blieb kein Tanzbein mehr still. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Das Excalibur ist zurück und enttäuscht nicht. Für die Betreiber Matthias Kopper, Patrick Maier und Markus Käfer war die gute Stimmung eine Bestätigung für die wochenlange Vorbereitung.

„Als wir die Schlange draußen gesehen haben, war klar: die Leute sind feierlustig. Das hat uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert“, erzählen sie. 

Mit zahlreichen Bars, darunter vier in der Disco, umsorgte das „Ex“ seine Gäste mit diversen Mischgetränken. Und das wurde auch gut angenommen, denn so manche Alkoholflasche samt Gläsern und mit Sprühkerze verziert, schwebte quer durch die Menschenmenge von der Bar bis zum nächsten Stehtisch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei maßgeblich zum Erfolg beigetragen: „Es lief alles sehr routiniert ab, wir müssen ein großes Lob an alle aussprechen“, sind die Betreiber erfreut. 

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Das Team rund um die Betreiber Markus Käfer, Patrick Maier und Matthias Kopper (vorne, v. l.) war bereit für den Auftakt am Freitag.
Foto: privat

Im Laufe des Abends kam immer mehr Bewegung hinein, die Disco und das Exl-Stadl füllten sich, die Schlange vor der Tür wurde zusehends kleiner. In den frühen Morgenstunden neigte sich der Auftakt dem Ende zu. Auch am Samstag zog es viele ins Excalibur, das Eröffnungswochenende verbuchen die Betreiber als Erfolg. Die Erwartungen an das altehrwürdige Excalibur waren groß, nachdem das Lokal 2020 sein vorläufiges Ende fand.

Ob sich der Erfolg des ersten Wochenendes weiterzieht, wird sich zeigen. Von den Gästen in Ybbs waren die Betreiber indes „positiv überzeugt“.  Jede Woche steht das Excalibur für Nachtschwärmer ab Donnerstag bereit. Die schon angekündigten Mottoparties und DJs sind aber bereits Indiz für weitere, erlebnisreiche Wochenenden im Excalibur.

Der Weg nach Hause mit Bus oder doch mit Auto?

Feiern lässt es sich im Ybbser Bermudadreieck also wieder ausgiebig. Und wenn die Party vorbei ist, gibt es auch Möglichkeiten für den Heimweg – zumindest für jene Partytiger aus dem Raum Ybbs, Wieselburg und den Gemeinden entlang der Donau. Der 1998 eingeführte Disco-Buzz ist seit Ende August an Freitagen und Samstagen wieder unterwegs. Der Fahrpreis pro Einstieg beträgt wie gehabt zwei Euro.

Der Disco-Buzz fährt auf zwei Routen: Route 1 (zwischen 21.30 Uhr und 3.56 Uhr) inkludiert die Gemeinden Wieselburg, Wieselburg-Land, Petzenkirchen und Bergland. Route 2 (zwischen 21.18 Uhr und 4.59 Uhr) bringt Jugendliche aus Marbach, Persenbeug-Gottsdorf, Blindenmarkt, St. Martin-Karlsbach, Neumarkt und Ybbs ins „Bermudadreieck“ oder von dort wieder nach Hause.

Bald soll auch der Shuttlebuzz (Emmersdorf, Schönbühel-Aggsbach, Loosdorf, Schollach, Dunkelsteinerwald und Melk) wieder Fahrt aufnehmen, wie Loosdorfs SPÖ-Gemeinderat Thomas Sulzer betont. Zur Erinnerung: Die Verantwortlichen mussten den Betrieb dieses Jahr bereits frühzeitig im März einstellen, da das Busunternehmen Zwölfer Reisen Kapazitätsengpässe vermeldete.

„Es liegt bereits ein Angebot eines regionalen Busunternehmens auf dem Tisch, das passen würde“, verweist Sulzer jedoch darauf, dass der Beschluss noch ausständig ist. Eine entsprechende Sitzung wird noch folgen, aber: „Im Herbst wollen wir wie gewohnt durchstarten!“ Wer keine Shuttle-Möglichkeit hat, muss auf die Eltern oder Fahrgemeinschaften zurückgreifen – oder mit dem Zug die Heimreise antreten.

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