In Ornding wächst etwas Großes. Reinhard Oberleitners grüne Erlebniswelt in Ornding nimmt Formen an. Ein Lokalaugenschein zwischen Blüten und Blumentöpfen.

Von Denise Schweiger. Update am 09. Juni 2021 (05:23)
Schweiger

Bunte Tupfen erleuchten das weite Grün und die erdigen Flecken. Die Baustelle von Reinhard Oberleitner in Ornding (Katastralgemeinde von Pöchlarn) ist bunt – denn sie blüht an vielen Ecken.

Herbst 2020 war Startschuss

Im Herbst des Vorjahres fiel der Startschuss für sein Herzensprojekt: Ein grünes Ausflugsziel samt Schaugärten und Ausstellerflächen und seiner Produktion wächst von Woche zu Woche heran. „Derzeit werden die Wege geschaffen. Also Achtung, wo man hintritt“, sagt Oberleitner. Der Gartenarchitekt lud die NÖN zum Rundgang durch sein Gärtnereiprojekt am Rande des Ortes. Die Sonne knallt an diesem Freitag hochsommerlich vom Himmel, die Pflanzen scheinen sich in den unterschiedlichen Grüntönen zu messen.

Dazwischen stechen Iris, Taglilien und Pfingstrosen in allen Farben heraus. „Das sind unsere Mutterpflanzen, die brauchen wir für unsere eigene Produktion“, erläutert der Pöchlarner. Für die Mutterpflanzen ist ein eigenes Areal – neben vielen weiteren – in der Entstehung.

Geländearbeit und

Witterung als Hürden

Auch wenn die Wege zwischen den Bereichen der grünen Erlebniswelt noch nicht vollständig existieren – Oberleitner weiß genau, was, wo und wann wachsen und folgen soll. „Die Geländearbeit ist natürlich schon herausfordernd. Und auch die Witterung hat uns in den vergangenen Wochen oft einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt er. Geschafft ist dennoch schon einiges: Kilometerlange Wasser- und Stromleitungen wurden auf dem rund 2,7 Hektar großen Areal schon verlegt, der Pflanzenverkauf und der Folientunnel ist auch schon übersiedelt.

Wenn das Projekt fertig ist – Oberleitner könne zum aktuellen Stand noch nicht sagen, wann es so weit ist – soll ein Schaugarten die Vielfalt der Gartengestaltung zeigen. „Es sind vier Segmente geplant, ein Rosengarten, ein Dschungelgarten, ein Wüstengarten und ein Naturgarten. Mir geht es um ökologisch wertvolle, schöne und pflegeleichte Gartengestaltung. Die Leute sollen kommen und inspiriert werden.“

Hoffnung auf neues Ausflugsziel

Der Gartenarchitekt hofft, mit seiner Vision ein Ausflugsziel in der Region zu realisieren – 250 Parkplätze stehen ebenso auf dem Plan. An Ideen mangelt es Oberleitner jedenfalls nicht: Neben einem Abenteuerspielplatz schwebt ihm auch eine Freiluftbühne samt Tanzfläche vor. „Man wird bei uns auf jeden Fall nie den gleichen Garten betreten – alles wächst und wir sind kreativ, sowohl auf dem Gärtnereigelände als auch in den Schaugärten“, schmunzelt der Pöchlarner.

Umfrage beendet

  • Gartelt ihr seit Beginn der Pandemie mehr?