Bäume müssen weichen: Loosdorfer skeptisch. Aus sicherheitstechnischen Gründen müssen vier Nussbäume in der Albrechtsberger Straße weichen. Fällungen sorgen bei Loosdorfern für Stirnrunzeln.

Von Markus Glück. Erstellt am 17. Februar 2021 (12:52)

Baumfällungen am Grundstück der Schwestern des Petrus-Claver-Sodalität-Ordens aus Salzburg in der Albrechtsberger Straße sorgen derzeit für Unmut bei einigen Loosdorfern.

„Hier werden teils sehr alte, Bäume aus mir unbekannten Gründen gefällt. Damit geht eine grüne Oase mitten in unserem Ort für immer verloren“, ärgert sich eine Loosdorferin, bei der am Rosenmontag das Herz aufgrund der Rodungsmaßnahmen blutete.

Angesprochen auf den Vorfall betont Loosdorfs SPÖ-Bürgermeister Thomas Vasku, dass es sich beim Grundstück um ein Privatgrundstück handle, die Gemeinde über die Maßnahmen nicht informiert sei und auch nichts dagegen machen könne: „Ich kenne auch die Hintergründe nicht.“

Nachgefragt bei den Schwestern des Ordens betont man, dass es sich bei den Rodungen um eine Sicherheitsmaßnahme handle. So ist die Parkanlage zwar in Privatbesitz, wird aber öffentlich durch Besucher und Bewohner der dortigen Wohnungen genutzt.

Fix ist allerdings, dass die Riesenplatane in der Mitte des Grundstücks bleibt. Bereits im Dezember soll ein morscher Baum eine Straße blockiert haben. „In diesem Bereich wurde eine Anrainerin zuletzt fast von einem Ast getroffen. Wir haben große Probleme, wenn hier etwas passiert. Daher ergreifen wir diese Maßnahmen“, betont eine Schwester des Ordens gegenüber der NÖN.

Gefällt wird aber auch nicht die gesamte Parklandschaft, wie die Ordensschwestern betonen, sondern nur maximal vier alte und kranke Nussbäume. Mit den Arbeiten ist die Gutsverwaltung Weyersdorf betraut. Trotz mehrfacher Kontaktaufnahmen blieb eine Rückmeldung bis Redaktionsschluss aus.